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Allgemein

A&O Hauptbahnhof Weimar
09-49-0001

Check-in Zeit

Flexible

Check-out Zeit

Flexible

kurze Beschreibung

Das im Juli 2014 eröffnete A&O Weimar bietet Gästen moderne Zimmer im Hotel- als auch Hostelbereich mit eigener Dusche und WC. Sie haben die Wahl zwischen komfortablen Einzel- und Doppelzimmern, Familienzimmern mit Doppelbett und Etagenbett(en) und Mehrbettzimmern für 4 bis 6 Personen.

Unterkunft

  • Bar/Lounge
  • Behindertenfreundlich
  • Billard
  • Frühstück
  • Gästeküche
  • Internet Terminal
  • Parkplatz
  • Rezept./Mitarb./24-Stunden-Präsens
  • Seminarraum
  • Snacks
  • Ticket Service
  • WLAN
Bettenplan

Ort / Lage

Das A&O Weimar befindet sich 900 Meter nördlich vom Hauptbahnhof und ist bequem zu Fuß erreichbar. Die historische Altstadt mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie der Schillerstraße und dem Goethemuseum ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Die Anreise mit Auto, Bus oder Bahn ist bestens geeignet.

Weimar

Weimar

Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen in Deutschland, die vor allem für ihr kulturelles Erbe bekannt ist. Weimar liegt an einem Bogen der Ilmsüdöstlich des Ettersberges, des mit 478 Metern höchsten Berges im Thüringer Becken. Die Stadt ist nach ErfurtJena und Gera die viertgrößte Thüringens und liegt etwa auf halbem Wege zwischen Erfurt im Westen und Jena im Osten.

Weimar ist ein Mittelzentrum, das zum Teil Funktionen eines Oberzentrums erfüllt und seit 2004 offiziell als Universitätsstadt bezeichnet wird. Neben der Bauhaus-Universität beherbergt die Stadt die Hochschule für Musik Franz Liszt und die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Außerdem haben in Weimar zahlreiche Behörden ihren Sitz, zum Beispiel das Thüringer Oberverwaltungsgericht, der Thüringer Verfassungsgerichtshof und das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie.

Zum kulturellen Erbe der Stadt gehören neben den Traditionen der Weimarer Klassik um WielandGoetheHerder und Schiller auch das Bauhaus und die Nationalversammlung von 1919, von der sich der Name der Weimarer Republik herleitet. Das „klassische Weimar“ wurde im Dezember 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Entscheidung wurde begründet mit der „großen kunsthistorischen Bedeutung öffentlicher und privater Gebäude und Parklandschaften aus der Blütezeit des klassischen Weimar.“[2]

Außerdem war Weimar seit 1572 Hauptstadt von Sachsen-Weimar, später Sachsen-Weimar-Eisenach. Dies war der erste Staat Deutschlands, der sich eine Verfassung gab (1816). Von 1920 bis 1948 war Weimar die Hauptstadt des Landes Thüringen. 1999 war sie Kulturhauptstadt Europas.

Quelle: "Wikipedia"

Geschichte

Geschichte

Weimar ist reich an Geschichte und dies im Guten und im Schlechten. Eine große Deutschland-Ausstellung des Britischen Museums in London 2014 fasst dies in dem „Komplex Goethe, Bauhaus, Buchenwald“ zusammen.[5]

Vorgeschichte

In Ehringsdorf, einem Stadtteil im Südosten Weimars, wurde 1925 das Skelett des Ehringsdorfer Urmenschen gefunden, dessen Alter auf etwa 200.000 bis 250.000 Jahre geschätzt wird. Dabei handelt sich um die fossilen Überreste einer etwa 20- bis 30-jährigen Frau. Im selben Steinbruch wurden bereits 1908 menschliche Schädelknochen entdeckt.

In einem Torfstich bei Possendorf wurde 1850 ungefähr 6 m tief ein großer, stark abgenutzter Kupferkessel gefunden, der mehrfach repariert worden war. Um ihn herum waren sieben Gefäße angeordnet. Dabei lag auch eine anthropomorphe Holzfigur mit eingesteckten Armen. In der Nähe fand sich eine große Eiche und dabei ein menschliches Skelett. Der Kessel wird in die Zeit zwischen dem 4. und dem 1. Jahrhundert v. Chr. datiert, das einzige erhaltene Tongefäß wird um die Jahrhundertwende vom 2. zum 1. Jahrhundert angesetzt. Eine längere Nutzung des Platzes ist nicht festzustellen. Es könnte sich um eine rituelle Vergrabung von Kultgerät handeln.[6]

Mittelalter

Die ältesten Aufzeichnungen über Weimar reichen bis ins Jahr 899 zurück. Der Name änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von „Wimares“ über „Wimari“ zu „Wimar“ und letztlich zu „Weimar“, was aus den altgermanischen Worten wih für heilig bzw. geweiht und dem althochdeutschen mar für See, Sumpf oder Moor abgeleitet wird.

Zwischen 946 und 1346 existierte die Grafschaft Weimar (später als Grafschaft Weimar-Orlamünde) als eigenständige politische Einheit. Kaiser Otto II. erwähnte auf einer am 3. Juni 975 für das Kloster Fulda ausgestellten Urkunde die Siedlung Burg Weimar; diese gilt als „Geburtsurkunde der Stadt“, obwohl nicht ganz sicher ist, ob mit „Wimares“ wirklich die heutige Stadt gemeint ist. Es könnte auch der Ort Wechmar gemeint gewesen sein, der sich viel besser in den vermuteten Reiseweg Ottos einfügt. Sicher dagegen ist, dass, obwohl es sich bei der Burg keineswegs um eine steinerne, sondern nur um eine mit Palisaden versehene Wallanlage handelte, diese verhältnismäßig sicher gewesen sein muss. Sowohl die Truppen von König Otto III., die 984 den Grafen Wilhelm II. in seiner Burg bedrängten, als auch im Jahre 1002 die um die Vorherrschaft in Thüringen kämpfenden Ekkehardiner mussten die Belagerung erfolglos aufgeben. Zerstört wurde sie im Winter 1173/74 durch den Landgrafen Ludwig III.aus dem Hause der Ludowinger, die inzwischen zur Territorialmacht in Thüringen aufgestiegen waren. Allerdings wurde sie schnell wieder aufgebaut, denn im Jahr 1214 fand eine erneute Belagerung der diesmal ausdrücklich als castrum Wimar bezeichneten Anlage statt.

Im Jahr 1250 ist dann auch erstmals die Rede von einer Siedlung, die sich aber schon früher im Schutze der Burg gebildet haben musste. Zwischen 1245 und 1249 wurde die spätere Stadtkirche erbaut und spätestens 1254 dem Apostel Peter und bis 1433 beiden Aposteln Peter und Paul geweiht. Das Patronat der Stadtkirche wurde am 16. September 1284 dem Deutschritterorden übergeben, der die Geistlichen bis zur Reformation stellte. Der Orden, der der Diözese Mainz unterstellt war, verfügte über einen ausgedehnten Grundbesitz um die Stadtkirche herum und in der Rittergasse, der 1525 der Stadt zufiel. Spätestens seit 1307 war der Ritterorden mit dem Schulwesen betraut,[7] mit der Krankenpflege ab 1383 in einem Spital an der Stelle des heutigen Marstalls.[8]

Nach dem Aussterben der Ludowinger im Jahr 1247 konnten sich die Grafen von Weimar-Orlamünde nur schwer gegen die Wettiner halten, die nach dem thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg den Großteil Thüringens übernommen hatten. Zuerst verkauften sie Orlamünde an das Haus Wettin und schließlich mussten sie nach der Niederlage im Thüringer Grafenkrieg im Jahre 1365 auch Weimar alsLehen an die Wettiner abtreten. Seit der Leipziger Teilung war es in der Hand der ernestinischen Linie der Wettiner und ab 1547, nach der Wittenberger Kapitulation und dem damit verbundenen Verlust der bisherigen Hauptstadt Wittenberg, deren Hauptsitz.

Erst im Jahr 1410 hatte Weimar die Stadtrechte und damit eine den anderen wettinischen Städten vergleichbare Rechtsstellung erhalten. Jedoch bereits ab etwa 1350 unter den Grafen von Orlamünde und ab etwa 1406 unter Friedrich dem Friedfertigen von Thüringen bis zur Gründung einer Thüringer Landesmünzstätte in Weimar nach 1444 hatte die Stadt eine städtische Münzstätte.[9] Der auf die Vergabe der Stadtrechte folgende Aufschwung wurde aber bald im Jahr 1424 von einem verheerenden Stadtbrand zunichtegemacht. Den Wiederaufbau versuchten die Wettiner durch mehrmaligen Steuererlass, Zinsbefreiungen und Verleihung zusätzlicher Marktrechte zu fördern. Als wichtigste Maßnahme wurden die vorher bereits vorhandenen unbedeutenden Befestigungen der Burganlage auf die ganze Stadt ausgedehnt. Es entstand eine doppelte Stadtmauer in Form eines Doppelringes im Abstand von acht bis zehn Metern mit zehn Türmen und vier zusätzlich befestigten Toranlagen. Reste dieser Stadtbefestigung sind heute noch vorhanden, so unter anderem der Kasseturm am Goetheplatz.

Neuzeit

1552 machte Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar (später Sachsen-Weimar-Eisenach). Sie blieb Haupt- und Residenzstadt dieses Staates bis 1918.

Von 1561 bis 1681 kam es auch in Weimar zu Hexenverfolgungen. Sechs Menschen wurden in Hexenprozessen angeklagt. Besonders bekannt wurden 1628 die Ereignisse um den Landesfürsten Herzog Johann Friedrich von Sachsen-Weimar, der einen Pakt mit dem Teufel gestand und einen Tag später tot in seiner Zelle aufgefunden wurde.[10] Zwei Frauen wurden 1669 und 1676 enthauptet und verbrannt.[11]

Am 4. Oktober 1653 fand zum ersten Mal der Weimarer Zwiebelmarkt statt, ursprünglich ein Markt für Obst und Feldfrüchte, der sich heute zu einem Volksfest von überregionaler Ausstrahlung gewandelt hat.

„Goldenes Zeitalter“

Eine wichtige Rolle spielte die Stadt als Ort der Weimarer Klassik während der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und unter ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Anwesenheit Wielands, Goethes, Herders, Schillers und Falks sowie anderer wichtiger Persönlichkeiten der Epoche. Carl August war zum einen bereit, an seinem Hof Künstler zu beschäftigen, zum anderen ließ er ihnen aber auch die Freiheiten, das zu verwirklichen, woran sie selbst glaubten. Herzog Carl August galt als tolerant und aufgeklärt; er war 1816 auch der erste Monarch Deutschlands, der seinem Staat eine Verfassung gab. Das Wartburgfest deutscher Studenten von 1817 fand auf seinem Territorium statt.[12]

Das 1732 errichtete Lustschloss Falkenburg wurde bereits 1756 im Siebenjährigen Krieg zerstört.

„Silbernes Zeitalter“

Unter der Großherzogin Maria Pawlowna und ihrem Sohn Carl Alexander sowie dessen Frau Großherzogin Sophie erlebte die Stadt auf künstlerischer und kultureller Ebene einen neuen Aufschwung. 1842 wurde Franz Liszt zum Kapellmeister berufen; 1849 floh Richard Wagner zu seinem Förderer und späteren Schwiegervater nach Weimar, bevor er sich in die Schweiz absetzte; Liszt setzte 1850 die Uraufführung von Wagners Lohengrin in Weimar durch.[13]

Aber nicht nur die Musik wurde gefördert; 1860 gründete Carl Alexander die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar, an der Persönlichkeiten wie Arnold BöcklinFranz Lenbach und Reinhold Begas unterrichteten. Die von ihnen geprägte realistische Kunstströmung ging als Weimarer Malerschule in die Kunstgeschichte ein. Das Andenken an die Weimarer Klassik war ein weiteres Anliegen Carl Alexanders und seiner Frau: Die in seinem Auftrag errichteten Denkmale Goethes, Schillers, Herders und Wielands sind noch zu besichtigen. 1859/60 wurde das Lesemuseum (heute Niketempel) auf Maria Pawlownas Kosten für die 1831 gegründete Lesegesellschaft erbaut, deren Anliegen es war, ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit den Zugang zu Zeitschriften zu ermöglichen.[14]

Im „Silbernen Zeitalter“ nahm die Arbeiterbewegung einen Aufschwung, so auf kulturellem Gebiet mit der Gründung des Freundschafts-Sängerbundes 1885, der durch den Hofchorsänger und Chordirigenten Emil Steiniger seit 1907 zu kultureller Blüte geführt wurde und verschiedene Folgegründungen von Arbeitergesangvereinen im Umland bewirkte. Bei der Einweihung des ersten Thüringer Gewerkschaftshauses, des „Volkshauses“, mit einer Ansprache des Reichstagsmitglieds August Baudert am 26. April 1908 sang auch der Freundschafts-Sängerbund.

Neues Weimar

Auch Carl Alexanders Enkel Wilhelm Ernst verpflichtete sich u. a. der Förderung der Bildenden Kunst; unter seiner Regierung wurde Weimar zu einem Zentrum der Moderne. Im Jahre 1910 erhob er die von seinem Vater gegründete Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar in den Rang einer Hochschule. Bereits 1905 hatte er die Weimarer Bildhauerschule unter der Leitung von Adolf Brütt gegründet. 1907 folgte die Gründung der Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar auf Initiative des belgischen Architekten Henry van de Velde, der schon 1905/06 den dafür notwendigen Kunstgewerbeschulbau errichten ließ und von 1904 bis 1911 ebenso für die Planung des gegenüberliegenden Jugendstil-Gebäudes der Kunstschule Weimar verantwortlich zeichnete. 1903 entwarf van de Velde das Interieur für das Nietzsche-Archiv in der Villa Silberblick in Weimar und erbaute 1907–1908 für sich und seine Familie das Haus Hohe Pappeln in der Belvederer Allee.

1846 erhielt Weimar Anschluss an die Eisenbahn (Strecke Halle–Erfurt). Eine weitere wichtige Bahnstrecke war die 1876 eröffnete Weimar-Geraer Bahn nach Jena und Gera. 1887 folgten die Weimar-Rastenberger Eisenbahn nach Buttstädt (seit 1946 stillgelegt) und die Ilmtalbahn nach Bad Berka. Dennoch kam es in Weimar nicht zu dem großen industriellen Aufschwung, wie er in anderen Städten Thüringens nach dem Bahnanschluss eintrat. Weimar blieb weiter eine Verwaltungs- und Residenzstadt. Am 9. November 1918 verzichtete Wilhelm Ernst nach Verhandlungen mit August Baudert für sich und seine Nachkommen auf den Thron des Großherzogtums und zog mit seiner Familie nach Heinrichau (heute: Henryków) um.[15]

Weimarer Republik

Im Jahre 1919 fand im Deutschen Nationaltheater in Weimar die verfassungsgebende Versammlung der Nationalversammlung statt. Basierend auf diesem Ereignis wurde die dann folgende Ära von 1919 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Weimar wurde außerdem am 1. Mai 1920 Landeshauptstadt des neu gegründeten Landes Thüringen. 1919 wurde in Weimar auch das Bauhaus durch die Vereinigung der Kunstschule in Weimar mit der 1907 von Henry van de Velde gegründeten Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar gegründet.

Während des Kapp-Putsches reaktionärer Militärs gegen die verfassungsmäßige Ordnung beteiligten sich hunderte Weimarer Arbeiter an einem Generalstreik zur Verteidigung der demokratischen Republik. Als sie sich am 15. März 1920 zu einer Kundgebung im Volkshaus versammelten, schossen putschende Soldaten der Reichswehr auf sie und töteten neun Demonstranten. Nachdem der Putsch niedergeschlagen war, errichtete im Auftrag des örtlichen Gewerkschaftskartells der Direktor des Bauhauses, Walter Gropius, ein Denkmal zu Ehren der Toten, die in Erinnerung an jenen Tag im März seither die „Märzgefallenen“ genannt werden – in Anlehnung an die Opfer der Revolution von 1848 aus dem gleichen Monat. Das Denkmal, im Volksmund „Der Blitz“ genannt, wurde am 1. Mai 1922 eingeweiht.

Im Vorfeld des Nationalsozialismus lieferten sich die Kulturschaffenden Weimars regelrechte „Publikationsschlachten“. Insbesondere die Auseinandersetzungen zwischen der freigeistigen Gruppe um Harry Graf Kessler (aus der das Bauhaus hervorging) und der völkisch-nationalistischen Gruppe um Adolf Bartels (die den geistigen Weg zur Macht Adolf Hitlers bereitete) hielten die Stadt in ständiger Polarität. Dies führte 1925 auch zum Umzug des Bauhauses von Weimar nach Dessau.

Politisch entwickelte sich Weimar zwischen den Kriegen zu einem Zentrum konservativer und nationalistischer Strömungen. 1926 hielt die NSDAP ihren zweiten Parteitag nach der Neugründung vom 3. bis 4. Juli 1926 in Weimar ab. Auf diesem Parteitag wurde am 4. Juli 1926 offiziell die Hitlerjugend gegründet.[16] Für die Nationalsozialisten war Weimar von doppelter symbolischer Bedeutung: als Gründungsort der verhassten Republik und als Zentrum der großen deutschen Kulturtradition. Hitler selbst besuchte Weimar über 40 Mal.[17] 1939 war die Hälfte aller Erwerbstätigen der Stadt als Beamte in der Verwaltung tätig. Auch als Alterswohnsitz erfreute sich die Stadt zwischen den Weltkriegen großer Beliebtheit.

Trotz schwacher Industrie wuchs die Bevölkerung schnell, von etwa 37.000 im Jahr 1914 auf etwa 50.000 Einwohner im Jahr 1928. Auch der Tourismus entwickelte sich gut. Dennoch wurde die dominierende Mittelschicht durch die Wirtschaftskrise 1923/24 getroffen. Die Vermögensverluste durch die Inflation und die Arbeiterunruhen verstärkten die Distanz der Mittelschicht zur Weimarer Republik. Die Weltwirtschaftskrise 1929 bewirkte in angespannter Lage einen deutlichen Rückgang des Tourismus.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich ein national-konservatives Milieu, von dem vor allem die DVP und die DNVP profitierten. Unterstützt wurde diese Entwicklung von Strömungen innerhalb der evangelischen Kirche. So war Weimar während der Zeit des Nationalsozialismus eine Hochburg der Deutschen Christen.

Nicht nur im bekannten Nürnberg fanden Reichsparteitage der Nationalsozialisten statt. Schon auf dem ersten Parteitag der neu gegründeten NSDAP im Juli 1926 in Weimar wurde auf einer Sondertagung für Jugendfragen im Vereinslokal „Armbrust“, dem heutigen Kino in der Schützengasse 14, die „Großdeutsche Jugendbewegung“ (GDJB) in „Hitlerjugend, Bund deutscher Arbeiterjugend“ umbenannt.[18] Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde an der Außenfassade vom „Armbrust“ eine Gedenkplatte angebracht. Diese wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wieder entfernt.

Schon im März 1930 war mit Innen- und Volksbildungsminister Wilhelm Frick der erste NS-Minister in einer Landesregierung aufgetreten, was in Weimar zu einer Infiltration der Polizei mit Nationalsozialisten führte. Zunehmend etablierte sich die NSDAP auch in Weimar und trat schließlich 1932 gemeinsam mit DNVP und DVP zu den Stadtratswahlen an. Bei den Reichspräsidentenwahlen im März bzw. April 1932 erzielte der Kandidat der NSDAP Hitler bereits 34,5 % bzw. 42,8 % aller Stimmen in Weimar, während der Kandidat der KPD Ernst Thälmann immerhin noch 10,5 % bzw. sieben Prozent bekam.[19] Im August 1932 übernahm die NSDAP unter dem in Weimar residierenden NSDAP-Gauleiter Fritz Sauckel die Regierung in Thüringen.

Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Wie überall im Reich begann mit der Übergabe der Kanzlerschaft an Adolf Hitler die Verfolgung von politischen und humanistischen Gegnern. Am 1. April 1933 wurden jüdische Geschäfte und Einrichtungen boykottiert. Am 21. Juni 1933 fand im heutigen Ortsteil Niedergrunstedt bei der Sonnwendfeier des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes in Nachahmung der „Aktion wider den undeutschen Geist“ eine Bücherverbrennung statt. Zahlreiche Gegner des Nationalsozialismuswurden zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt und in die ersten KZ Nohra und Bad Sulza und später in das KZ Buchenwald verbracht. Dennoch bildeten sich kommunistische und sozialdemokratische Widerstandsgruppen, die Aufklärungs- und Sabotagearbeit leisteten. Auch Geistliche und andere Anhänger der Bekennenden Kirche stellten sich gegen Maßnahmen des NS-Regimes.

In Weimar wurden auch Todesurteile gegen Feinde der Nationalsozialisten vollstreckt oder solche durch den Volksgerichtshof im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet. Nach dem Novemberpogrom von 1938 verließen zahlreiche jüdische Weimarer die Stadt zur Emigration, und die in der Stadt verbliebenen wurden ab 1942 mit Reichsbahn-Transporten in die östlichen Vernichtungslager deportiert. In der Gestapozentrale Marstall wurden Gefangene grausam gefoltert und getötet. Beim Abzug von SS und Gestapo im April 1945 wurden 149 Gefangene, darunter sieben Frauen, im Webicht ermordet. Nach dem Krieg wurde den Opfern dort ein Gedenkstein errichtet. In den Krankenhäusern der Stadt wurden Zwangssterilisationen durchgeführt und Behinderte in „Euthanasie“-Anstalten verlegt. Hunderte von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen fanden den Tod und wurden auf dem Hauptfriedhof bestattet. An der Stelle, wo 114 unbekannte Häftlinge des KZ Buchenwald in einem Gemeinschaftsgrab bestattet sind, befindet sich heute ein am 12. September 1948 eingeweihter „Ehrenhain für die Opfer des Faschismus“, auf dem überlebende Widerstandskämpfer ein Ehrengrab bzw. eine Gedenktafel bekamen.

Weimar als Gauhauptstadt des „Schutz- und Trutzgaus Thüringen“ erfuhr durch die NS-Gauleitung mit der Errichtung von Wehrmachtskasernen auf der Lützendorfer Flur eine militärische Aufwertung. Einer ihrer literarischen prominenten Rekruten war der Dichter Wolfgang Borchert, der hier im antimilitaristischen Impetus seiner Werke bestärkt wurde.

Im Sommer 1937 wurde mit der Errichtung des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg begonnen. Von den etwa 250.000 Häftlingen wurden dort bis 1945 mehr als 56.000 ermordet. Am 11. April 1945 erreichten die US-amerikanischen Truppen die Nähe des Lagers. Der zunehmende Kampflärm und die Auslösung von Feind-Alarm führten zur Flucht der meisten Wachleute. In dieser Situation konnte das Internationale Militärkommando (IMK) den Befehl zur Überwältigung der verbliebenen Wachleute geben.[21] Zwar hatten die US-Truppen am 8. April einen Hilferuf per Funk aus dem Lager empfangen, jedoch konnten die Häftlinge erst nach dem Eintreffen der US-Armee in der Weimarer Region die verbliebenen SS-Leute entwaffnen.[22] Der US-Sergeant Paul Bodot berichtete dem Stab der III. US-Armee am 11. April, dass sich das Lager in der Hand eines gut organisierten Häftlingskomitees befände.[23]

Bei Bombenangriffen – fast ausschließlich der USAAF – auf Weimar am 9. und am 27. Februar sowie am 10. März 1945 wurde die Innenstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen. 965 Tonnen Bomben wurden abgeworfen. Allein am 9. Februar 1945 verloren bei einem Tagesangriff von 198 B-17-Bombern („Fliegenden Festungen“) aus etwa 6.000 Meter Höhe etwa 460 Einwohner ihr Leben.[24][25] Unter ihnen waren 80 von 90 Kindern des Kindergartens der NSV (heute Kita „Hufeland“).[26] Insgesamt 1254 Einwohner und 600 Buchenwald-Häftlinge starben bei den Luftangriffen.[27] 325 Gebäude wurden zerstört und weitere 210 schwer beschädigt. Darunter waren die Herderkirche, das Gelbe Schloss, Jägerhaus, Zeughaus, Wittumspalais, Tempelherrenhaus im Goethepark, Kulissenhaus am Theaterplatz, Landesmuseum, Nationaltheater, Hofapotheke, Stadthaus, Fürstenkeller und Gasthof zum Erbprinz. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch: Goethehaus, Vulpiushäuser, Schillerhaus, Residenzschloss, Goethes Gartenhaus, Kirms-Krakow-Haus, Sächsischer Hof und Deutschritterhaus. Diese kulturell wertvollen Gebäude wurden größtenteils wieder aufgebaut, nicht wenige – trotz des allgemeinen Mangels – bereits kurz nach dem Krieg.

Denkmäler – so das Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Theater – waren wegen der drohenden Luftangriffe „eingehaust“ worden. Bewegliches Kulturgut wurde nach außerhalb verlagert. So verbrachte man Museumsbestände nach Schloss Schwarzburg, auf die Veste Wachsenburg bei Arnstadt, auf die Dornburger Schlösser und in die Staatliche Schnitzerschule in Empfertshausen/Rhön. Dort wurden allerdings unter der amerikanischen und insbesondere der sowjetischen Besatzung wertvolle Gegenstände, vor allem viele Gemälde, entwendet.

Weimar während der US-Besatzung, in der SBZ und DDR

Nachdem die US-Streitkräfte am 11. April 1945 das in der Hand eines Häftlingskomitees befindliche Konzentrationslager Buchenwald erreicht hatten und eine US-Administration in Weimar errichtet worden war, ordnete diese einen Pflichtbesuch von eintausend Einwohnern in dem befreiten Lager an, um ihnen das Grauen der NS-Hinterlassenschaft vor Augen zu führen. Anfang Juli zogen sich die US-Truppen aus Thüringen zurück, und auch in Weimar begann die Zeit der sowjetischen Besatzung.

Am 12. August 1945 wurde auf dem Gelände des Konzentrationslagers Buchenwald das sowjetische Speziallager Nr. 2 Buchenwald von der Geheimpolizei des NKWD in Betrieb genommen. Bis zur Auflösung des Speziallagers im Februar 1950 kamen dort etwa 7.000 der 28.000 Inhaftierten ums Leben.

Weimar blieb nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst Landeshauptstadt des 1945 um die preußischen Gebiete um Erfurt vergrößerten Landes Thüringen. Nach der mit alliierten Kontrollratsbeschluß Nr. 46 auch juristisch vollzogenen Auflösung des Staates Preußen im Februar 1947 wurde am 7. Juli 1948 Erfurt zur Landeshauptstadt Thüringens erklärt. Mit der Bildung der Bezirke in der DDR 1952 verlor das Land Thüringen, wie auch die anderen Länder der SBZ, seine Funktion. Weimar war nun Stadtkreis im Bezirk Erfurt.

Am 17. Juni 1953 und am 18. Juni streikten im VEB Mähdrescherwerk in Weimar 3.000 Betriebsangehörige. Sie forderten eine Senkung der Arbeitsnormen und den Rücktritt der Regierung. Ein Auszug zu Demonstrationen in der Stadt wurde an beide Tagen durch mit Gewehren bewaffneten Wacheinheiten der Volkspolizei und durch einen Zug der Sowjetarmee mit zwei Schweren Maschinengewehren am Werkstor verhindert. Am 18. Juni rief der sowjetische Stadtkommandant den Ausnahmezustand in der Stadt und im Landkreis aus. Starke Kräfte der Sowjetarmee wurden an allen öffentlichen Gebäuden und „wichtigen Objekten“ stationiert. Vergebliche Hauptforderung der Streikenden am 18. Juni war die Freilassung der am Vortag von ihnen gewählten und in der Nacht verhafteten 17 Vertreter („Rädelsführer“).[28] In Weimar wurde am 18. Juni 1953 der 26-jährige KFZ-Schlosser Alfred Diener aus Jena von der Sowjetarmee standrechtlich erschossen.[29]

Weimar war in der DDR ein gepflegtes und auch gegenüber dem Ausland vorweisbares „Schmuckstück“, jedenfalls an seinen touristischen Schwerpunkten. Es wurde darauf geachtet, dass der Oberbürgermeister während der gesamten Zeit der DDR nicht der SED (aber immer sein Stellvertreter), sondern der CDU angehörte. Einer von ihnen war Luitpold Steidle, der ein Albert-Schweitzer-Denkmal durchzusetzen vermochte, das einzige der DDR. In dieser Zeit wurden auch in Weimar neue Stadtteile in Plattenbauweise mit Tausenden von Wohnungen am Stadtrand gebaut: ab 1962 Weimar-Nord, ab 1978 Weimar-West und ab 1986 Schöndorf-Waldstadt.

In und bei Weimar befand sich bis Anfang der 1990er Jahre eine der stärksten Garnisonen der sowjetischen Streitkräfte in Thüringen. Besonders lästig für die Bevölkerung waren die im benachbarten Nohra stationierten Kampfhubschrauber.

Auch in der Friedlichen Revolution in der DDR 1989/90 spielte Weimar eine Rolle. Zuvor hatten die gefälschten DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 für Empörung und Protest gesorgt – Pfarrer Erich Kranz war in Weimar einer der ersten, die die Ergebnisse anzweifelten und das Gespräch mit den Verantwortlichen suchten. Erich Kranz war es auch, der wenige Monate später mit dem Bibelwort „Suchet der Stadt Bestes“ am 4. Oktober 1989 zur offenen Diskussion in die Jakobskirche einlud – weil der Menschen-Andrang sehr groß war, wich man in die größere und dann ebenfalls überfüllte Stadtkirche St. Peter und Paul aus.[30] Beginnend am 24. Oktober 1989 und ausgehend vom Platz der Demokratie fanden – jeweils am Dienstag – Großdemonstrationen statt, am 31. Oktober wurde die Teilnehmerzahl auf 15.000 geschätzt. Die Demonstrationszüge führten zu staatlichen Dienststellen, auch und besonders zur Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit. Angeführt wurden die Demonstrationen von Pfarrer Christoph Victor, Diakon H. J. Olbrecht und Aktivisten des Neuen Forums. Zunächst wurden Demokratie in der DDR und Öffnung der Stasi-Archive, später die Wiedervereinigung Deutschlands gefordert.[31]

Jüngste Geschichte

Am 5. November 1993 beschlossen die EU-Kulturminister, Weimar für das Jahr 1999 zur Kulturhauptstadt Europas zu ernennen. Dies war eine besondere Herausforderung, da die Stadt Weimar 1995 praktisch bankrott war und in Weimar als erster deutscher Gemeinde mit Horst Krautter ein externer Controller [32]eingesetzt wurde. Der aus Württemberg stammende Krautter wurde zusammen mit dem früheren Stadtkämmerer Egbert Geier durch die staatliche Kommunalaufsicht eingesetzt, um die städtischen Finanzen zu sanieren. Ansonsten hätte Weimar die Einsetzung eines Staatskommissars gedroht.

Weimars besondere kulturgeschichtliche Bedeutung über verschiedene Epochen hinweg wurde bereits mehrfach von der UNESCO gewürdigt. 1996 wurde der Eintrag Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau in die Welterbeliste aufgenommen, wobei Weimar mit drei Objekten vertreten ist: mit der ehemaligen Kunstgewerbeschule Weimar, dem heutigen Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar sowie dem Haus Am Horn. 1998 folgte ein weiterer Eintrag, der das Ensemble Klassisches Weimar aus insgesamt elf verschiedenen Denkmälern der Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte. 1999 wurde mit dem Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar ein Ort geschaffen zur freien Auseinandersetzung mit Philosophie, Wissenschaft und Kultur. 2001 wurde der literarische Nachlass von Goethe aus dem Goethe- und Schiller-Archiv in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) aufgenommen.

Seit dem 1. Mai 2004 ist die Stadt Weimar Trägerin des Beinamens Universitätsstadt. Die Bauhaus-Universität Weimar wurde 1996 von einer Hochschule zu einer Universität erweitert.

2004 und 2008 erhielt die Stadt beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf eine Goldmedaille.

Am Abend des 2. September 2004 zerstörte ein Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek 50.000 Bücher. Dabei gab es erhebliche Verluste von Werken des 16. bis 20. Jahrhunderts. Unmittelbar danach begannen die Arbeiten zum Wiederaufbau der Bibliothek wie auch zur Rekonstruktion beschädigter, aber nicht völlig verbrannter Werke. Die Wiedereröffnung fand am 24. Oktober 2007 im Beisein des Bundespräsidenten Horst Köhler statt.

Seit dem 7. Mai 2008 erinnern 15 von dem Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig vor ihren letzten Wohnstätten verlegte Stolpersteine an die Schicksale jüdischer Einwohner Weimars, die von den Nazis verfolgt und Opfer der Shoa wurden.

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Quelle: "Wikipedia"

Kultur & Nachtleben

Kultur & Nachtleben

Nationaltheater

Das Deutsche Nationaltheater mit der Staatskapelle Weimar ist der bedeutendste Theaterbetrieb Weimars. Es handelt sich dabei um eine Doppelinstitution, bestehend aus dem Bühnenbetrieb Deutsches Nationaltheater und dem Orchester Staatskapelle Weimar.

Schlösser und Palais

Seit dem Mittelalter besitzt Weimar ein Stadtschloss, das mehrmals erneuert wurde. Aus der Zeit der Weimarer Klassik stammt dagegen das Wittumspalais, in dem Anna Amalia ihre letzten Jahre verbrachte. Schloss und Park Belvedere, außerhalb des Stadtzentrums gelegen, waren ursprünglich die Sommerresidenz der Weimarer Fürsten. Eine besondere Bedeutung hatten Schloss und Park Tiefurt als Lieblingsresidenz Anna Amalias und Treffpunkt ihres literarisch-musischen Kreises. Auch Schloss und Park Ettersburg hatten zu dieser Zeit eine ähnliche Funktion und gehören heute zur Klassik Stiftung Weimar.

Siehe auch Rotes Schloss (Weimar)

Kirchen

Die größte Kirche Weimars ist die Stadtkirche St. Peter und Paul, die im Wesentlichen um 1500 erbaut wurde. Sie ist auch als Herderkirche bekannt; dieser Name geht auf das Wirken des Theologen und Philosophen Johann Gottfried Herder zur Zeit der Weimarer Klassik zurück. Das Altarbild wurde von Lucas Cranach dem Älteren und dem Jüngeren geschaffen.

Die barocke Jakobskirche, die ehemalige Hofkirche, ist die Traukirche Johann Wolfgang Goethes. Auf ihrem Kirchhof sind die Grabmale mehrerer berühmter Persönlichkeiten zu sehen.

Die katholische Herz-Jesu-Kirche wurde 1891 im Neorenaissancestil erbaut.

Im Jahre 1899 wurde die Kirche Saint Michael and All Angels in der heutigen Shakespearestraße für die damalige anglikanische Gemeinde im Stil der anglikanischen Spätgotik errichtet. Sie ging 1927 in den Besitz der Weimarer Stadtkirchengemeinde über, wurde 1928 als Kreuzkirche neu geweiht, erhielt in den 1950er Jahren einen seitlich stehenden Turm, darauf 1962 ein Geläut und wurde ab 1972 von dem Architekten Kaufmann innen neu gestaltet.[40]

Der Stadtteil Gelmeroda hat eine Dorfkirche, die durch den Maler Lyonel Feininger bekannt ist.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

·         Weimarer Stadthaus

·         Weimarer Rathaus

·         Renaissance-Bauten der Markt-Ostseite, u. a. mit dem Cranachhaus

·         Geleitschenke, historische Gastwirtschaft und eines der schönsten Fachwerkhäuser in Weimar

·         Liszt-Haus

·         die Altenburg, einst Zuhause von Franz Liszt

·         Kirms-Krackow-Haus

·         Goethes Wohnhaus mit Goethe-Nationalmuseum

·         Schillers Wohnhaus mit Schillermuseum

·         Goethe- und Schiller-Denkmal

·         Jacobsfriedhof Weimar mit dem Kassengewölbe

·         Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, Römischem Haus und Parkhöhle

·         Historischer Friedhof mit Fürstengruft und Russisch-Orthodoxer Grabkapelle

·         Kunstgewerbeschulbau (Werkstattbau des ehem. Staatlichen Bauhauses zu Weimar)

·         Kunstschulgebäude (heute Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar)

·         Villa Dürckheim, erbaut 1912/13 von Henry van de Velde

·         Musterhaus „Am Horn“

·         Haus Hohe Pappeln

·         Hotel Elephant

·         Café Resi, das Residenz-Café, Weimars ältestes Kaffee-Haus, zentral gelegen zwischen Markt und Stadtschloss

·         das ehemalige Gauforum Weimar

·         Capella „Vox coelestis“ (1899 erbaut, Friedhof Ehringsdorf)

·         Brunnen in Weimar

·         Hafis-Goethe-Denkmal

 

Gedenkstätten

·         Albert Schweitzer Gedenk- und Begegnungsstätte, Museum im Musäushaus

·         Gedenkstätte des KZ Buchenwald und des Speziallagers Nr. 2 Buchenwald

·         Ernst-Thälmann-Denkmal auf dem Buchenwaldplatz

·         Denkmal der Märzgefallenen auf dem Historischen Friedhof Weimar

·         Gedenkstätte auf dem Hauptfriedhof für die Opfer der amerikanischen Bombenangriffe 1945

·         Gedenkstein im Webicht für 149 von der Gestapo ermordete Häftlinge

·         Gedenktafel am Wohnhaus der jüdischen Familien Ortweiler und Appel Am Brühl 6

·         Jüdischer Friedhof in der Leibnizallee

·         Todesmarsch-Stele Ecke Ettersburger/Rießnerstraße

 

Kunstmuseen und -galerien

Zeitgenössische Kunst wird sowohl im Neuen Museum Weimar ausgestellt, einer Einrichtung der Klassik Stiftung Weimar, als auch in der von einem Verein betriebenen Galerie Eigenheim und in der Kunsthalle Harry Graf Kessler. Das Bauhaus-Museum zeigt rund 500 Exponate der im Jahre 1919 in Weimar gegründeten Kunstschule Bauhaus, darunter Werke von Walter Gropius und Johannes Itten.[41] 2015 soll gegenüber dem congress centrum Neue Weimarhalle ein Museum für Bauhaus-Architektur und -Design entstehen und damit das Provisorium auf dem Theaterplatz ablösen. Aus einem internationalen Wettbewerb ging die Berliner Architektin Heike Hanada als Siegerin hervor.[42]

 

Geschichtsmuseen

Das Thüringische Landesamt für Archäologische Denkmalpflege unterhält in Weimar das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens.

Die Geschichte der Stadt selbst wird im Stadtmuseum dargestellt, das sich im Bertuchhaus befindet. Die Ausstellung beginnt mit den Spuren der frühesten Besiedelung und behandelt als Schwerpunktthemen unter anderem das Wirken Johann Sebastian Bachs und Friedrich Justin Bertuchs in Weimar sowie die Nationalversammlung 1919 und die Weimarer Republik.

Das Weimarhaus, ein privates „Geschichts-Erlebnismuseum“, zeigt wichtige historische Ereignisse in Form von unterhaltsamen Dioramen.

Archive

·         Thüringisches Hauptstaatsarchiv

·         Goethe- und Schiller-Archiv

·         Stadtarchiv Weimar

·         Nietzsche-Archiv

·         Fürnberg-Archiv

·         Hochschularchiv/Thüringisches Landesmusikarchiv

 

Bibliotheken

·         Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit Militärbibliothek

·         Goethe-Institut

·         Universitätsbibliothek (UB) der Bauhaus-Universität

·         Bibliothek der Hochschule für Musik[43]

·         Bibliothek der Gedenkstätte Buchenwald[44]

 

Weitere Museen

·         Im Deutschen Bienenmuseum sind alle Aspekte der Imkerei zu betrachten.

·         Das Eisenbahnmuseum Weimar beheimatet Thüringens größte Sammlung an historischen Lokomotiven.

·         Das Ginkgo-Museum beschäftigt sich als einziges seiner Art mit Ginkgopflanzen.

·         In der Rittergasse befindet sich das kleine Schirmmuseum der Familie Pennewitz.

·         Das kleinste Museum Weimars ist Marie Seebach in der Tiefurter Allee gewidmet. Es diente als Vorbild für Giuseppe Verdis Casa Verdi in Mailand.

 

Kulturzentren

·         Neue Weimarhalle, 1999 entstanden als Nachfolgebau der 1932 errichteten und 1997 abgerissenen Weimarhalle, „gehört zu den schönsten Veranstaltungs- und Kongresshäusern Europas“[45] – das MDR Fernsehen sendete am 1. Dezember 2013 eine ausführliche Dokumentation über das Haus und seine Geschichte[46]

·         ACC Galerie Weimar – Autonomes CulturCentrum − mit Galerie für zeitgenössische Kunst, Veranstaltungen und einem Restaurant/Caféhaus

·         C-Keller & Galerie, Markt 21 – Café, Bar, Kunstgalerie, Veranstaltungsort

·         E-Werk Weimar mit Straßenbahndepot

·         Gaswerk – Projektwerkstatt und Veranstaltungsort

·         Gerber 1 und Gerber 3 – Haus für Soziokultur

·         Mon Ami – Jugend- und Kulturzentrum

·         Studentenclub Schützengasse – Studentenclub (geschlossen)

·         Volkshaus (Weimar)

 

Quelle: "Wikipedia"


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Aktivitäten

Sehenswürdigkeiten
Goethehaus und Schillerhaus (2.5 km) 
Marktplatz mit Rathaus, dem Stadthaus und dem Cranachhaus (2.3 km) 
Bauhaus Museum (2.3 km) 
Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (2.3 km) 
Wittumspalais (2.3 km) 
Liszt-Haus (2.3 km) 
Gedenkstätte Buchenwald (9 km) 
Gingko-Museum (2.9 km) 

Cafés und Restaurants
C-Keller Galerie und Teestube (2.5 km) 
Restaurant "San"; koreanisch (2.2 km) 
Creperie am Palais (2.3 km) 
ACC Café und Galerie (2.3 km) 
Lababa Sandwichbar (4.2 km)

Theater/Konzerthaus
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar (3.2 km)
Galli Theater (2.9 km)
Othello Theater (2.5 km)
DAS Stellwerk Jugendtheater (1.2km)

Schlösser und Parkanlagen
Residenzschloss (2.2 km) 
Park an der Ilm (2.3 km)
Goethes Gartenhaus (2.6 km)
Weimarhallenpark (2 km)

 

GESCHÄFTE

Einkaufsstraßen
Windischenstraße (2.2 km)
Schillerstraße (3 km) 

Kaufhäuser
Atrium mit 3D Kino Cinemagnum/ Friedenstraße (1.5 km)