Availability

Allgemein

DRK Tagungshotel Dunant Muenster
09-49-9001

Check-in Zeit

Flexible

Check-out Zeit

Flexible

kurze Beschreibung

Der Name unseres Hauses leitet sich vom Begründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, ab. Er half ohne Grenzen verletzten und kranken Menschen im Kriegsfall. Wir lassen im täglichen Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ebenfalls Grenzen fallen. Zusammenarbeit ohne Grenzen und ohne Barrieren – das ist gelebte Inklusion, Tag für Tag!

Unterkunft

  • Bar/Lounge
  • Frühstück
  • HP/VP möglich
  • Lounge TV
  • Mehrbett mit Du/WC
  • Parkplatz
  • See
  • Seminarraum
  • teilweise Behindertengerecht
  • Terrasse/Garten
  • WLAN

Ausstattung

Wir können Ihnen 36 Einzelzimmer und 20 Zweibettzimmer zur Unterkunft anbieten,
diese sind modern eingerichtet, bieten TV, W-LAN und laden zum Verweilen ein.
In unserem 2010 renovierten Tagungshotel können sieben Seminargruppen zur gleichen Zeit tagen und unterrichtet werden.

Die Veranstaltungsräume sind mit allen erforderlichen Materialien ausgestattet, um Tagungen, Workshops oder Schulungen optimal durchführen zu können.

Die neue Selbstbedienungsgastronomie des DRK-Tagungshotels hat sich entsprechend des gesellschaftlichen Trends und des Rotkreuzprofi als Gesundheitsorganisation verstärkt auf gesunde Ernährung ausgerichtet.

Sieben Tage pro Woche wird in unserem Hause alles frisch zubereitet. Vom Komponentenessen über Sonderwünsche bieten wir alle Mahlzeiten vom Frühstück bis zum Abendbrot an.

Das Bistro Henry bietet in der Mittagszeit und in den Abendstunden leckere Kaffeespezialitäten und wohlschmeckende Getränke an. Unsere Mitarbeiter bedienen Sie gern von Montag bis zum Samstag. Hier können die Hotelgäste und Anwohner in einem gemütlichen Ambiente den Tag beenden. Wir freuen uns auf ihren Besuch!

Unser fachkundiges Küchenteam bietet Ihnen zu allen Gelegenheiten besondere Essen aus unserem Catering-Bereich an, wir machen Ihnen gern einen Vorschlag, damit Ihre Veranstaltung ein Erfolg wird.

Mit unserem Kiosk runden wir unser Angebot ab und bieten Ihnen über den gesamten Tag hinweg Brötchen, Kaffee, Süßwaren und vieles mehr.
Ihr Wohlbefinden ist unser Ziel, daher schauen Sie rein und nutzen sie unsere Angebote.

Bettenplan

Ort / Lage

Das Tagungshotel liegt in zentraler und dennoch ruhiger Lage in Münster Süd, in der Nähe des Aasees. In wenigen Minuten erreichen Sie das innerstädtische Erholungsgebiet zu Fuß.

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir verstehen Integration als Teamarbeit. Gemeinsam sind wir ein engagiertes Team und arbeiten mit all unseren Kräften, um Ihnen Ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten

Münster

Münster

Die kreisfreie Stadt Münster (westfälisch Mönsterlateinisch Monasterium) in Westfalen ist Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Von 1815 bis 1946 war Münster Hauptstadt der damaligen preußischen Provinz Westfalen. Die Stadt an der Münsterschen Aa liegt zwischen Dortmund und Osnabrück im Zentrum des Münsterlandes, für das sie ein Oberzentrum ist.

Seit 1915 hat Münster offiziell den Status einer Großstadt. 2014 überstieg ihre Einwohnerzahl erstmals die Marke von 300.000 Personen;[3] am 31. Dezember 2014 waren 302.178 Einwohner in Münster gemeldet.[4] Mit fast 55.000 Studenten[5] gehört Münster zu den größten Universitätsstädten Deutschlands.

Die Stadt gilt als Dienstleistungs- und Verwaltungsstandort und ist Sitz mehrerer Hochschulen. Wichtige Gerichte und Verwaltungseinrichtungen für das Land Nordrhein-Westfalen sind in Münster ansässig, darunter der Verfassungsgerichtshof und das Oberverwaltungsgericht. Die ehemalige westfälische Provinzialhauptstadt ist Sitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Münster ist Sitz eines katholischen Bischofs. 799 gründete Papst Leo III. bei seinem Treffen mit Kaiser Karl dem Großen das Bistum Münster sowie die Diözesen OsnabrückMinden und Paderborn. 805 wurde der heilige Ludgerus im Kölner Dom zum ersten Bischof von Münster geweiht. Felix Genn bekleidet das Amt des Bischofs von Münster.

Bekannt ist Münster als Fahrradstadt sowie für seine nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend wiederhergestellte historische Altstadt.

Quelle: "Wikipedia"

Geschichte

Geschichte

Stadtgeschichte

Schätzungsweise seit dem 6. Jahrhundert lag im Bereich des Domplatzes die kleine sächsische Siedlung Mimigernaford. 793 gründete der friesische Missionar Liudger an der Furt über die Münstersche Aa ein Kloster (lateinisch: monasterium), das der sich hier entwickelnden Stadt ihren Namen gab. 805 wurde er zum ersten Bischof von Münster ernannt und die Bauarbeiten zum ersten Dom wurden aufgenommen.

Aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl erhielt Münster 1170 das Stadtrecht. In diesen Zeitraum fällt der Bau der Stadtbefestigung. Die Stadtmauer war etwa vier Kilometer lang und wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts durch weitere Befestigungsanlagen verstärkt. Zu dieser Zeit war Münster die flächengrößte Stadt Westfalens. In der Kommunalverfassung der Stadt spielten im späten Mittelalter die Leischaften eine wichtige Rolle, indem sie die Kurherren benannten, die an der Wahl der Ratsherren beteiligt waren. Das passive Ratswahlrecht stand bis 1458 ausschließlich dem Stadtadel, vom Volksmund Erbmänner genannt, zu. Nur Erbmännerfamilien wie die BischopinckDroste zu HülshoffKerckerinck etc. stellten die Ratsherren, Bürgermeister und fürstbischöflichen Stadtrichter. Die Erbmänner vertraten Münster in der fürstbischöflichen Regierung, im Landtag des Fürstbistums und auf den Hansetagen.

Zwischen 1358 und 1454 erlangte Münster als Mitglied und ab 1494 als Vorort der Hanse in Westfalen eine große Bedeutung. Davon zeugt beispielsweise der Prinzipalmarkt, dessen prächtige Kaufmannshäuser aus dieser Epoche stammen, zu einem Großteil im Zweiten Weltkrieg zerstört und vielfach vereinfacht wiederaufgebaut wurden.

1534 begann die dramatische Episode des Täuferreichs von Münster. Sie gipfelte in der Proklamation des Königreichs Zion im September 1534 durch Jan van Leyden mit sich selbst als König. Dieses Königreich hatte jedoch nur bis zum 24. Juni 1535 Bestand, als Truppen des Bischofs Franz von Waldeck die belagerte Stadt einnahmen. Die gefolterten und hingerichteten Täufer wurden anschließend in drei eisernen Körben an der Lambertikirche zur Abschreckung aufgehängt. Die Originale der Körbe aus dem Jahre 1535 hängen dort noch immer. Fälschlicherweise werden sie oft als Käfige bezeichnet. Gründe hierfür sind vor allem Berichte von auswärtigen Autoren und Besuchern, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts mit negativ besetzten Begriffen über die Herrschaft der „Wiedertäufer“ berichteten, sowie Übersetzungsfehler lateinischer Handschriften über das Täuferreich.[22]

1648 fand in Münster und Osnabrück ein Ereignis von europäischem Rang statt. Der Westfälische Friede wurde geschlossen, mit dem der Dreißigjährige Krieg und der Achtzigjährige Krieg beendet wurden. Als "Stätte des Westfälischen Friedens" wurde das Rathaus in Münster neben dem in Osnabrück Mitte 2015 von der Europäischen Kommission mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.[23]

Zur gleichen Zeit um das Jahr 1648 erreichte der Kampf um die Unabhängigkeit der Stadt ihren Höhepunkt. Er gipfelte in dem Versuch, Münster in den Stand einer Freien Reichsstadt zu erheben. Damit war jedoch der Konflikt des Bürgertums mit dem kirchlichen Landesherrn vorbestimmt. Er resultierte in der offenen Konfrontation mit Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, der 1661 nach achtmonatiger Belagerung die Stadt einnahm und ihr zeitweise sämtliche Rechte entzog.

Nach dem Tode des letzten Fürstbischofs 1801 wurde die Stadt ein Jahr später durch den preußischen General Gebhard Leberecht von Blücher besetzt. Diese Maßnahme wurde erst 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss legitimiert, bevor 1806 Truppen Napoleons die Stadt einnahmen und besetzten. Aufgrund der 1807 im Tilsiter Frieden getroffenen Vereinbarungen wurde die Stadt und das Umland 1808 Teil des Großherzogtums Berg. Münster wurde Hauptort des Departements der Ems. 1811 schließlich wurde die Region an Frankreichabgetreten. Münster gehörte nun zu den Hanseatische Departements und wurde Teil des Französischen Kaiserreichs. 1813 wurden die Franzosen durch preußische und russische Truppen aus der Stadt vertrieben. Seit der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress gehörte Münster ab 1815 offiziell zum Königreich Preußen und war Provinzialhauptstadt der neu gegründeten Provinz Westfalen.

Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und Eingemeindungen kleinerer Umlandgemeinden überstieg die Einwohnerzahl 1915 die Marke von 100.000 Einwohner und Münster wurde zur Großstadt. Zum Ende des Ersten Weltkriegs wurde – wie in der Hauptstadt Berlin – am 9. November 1918 auf dem Neuplatz die Republik ausgerufen. Der kurze Zeit später eingesetzte Soldatenrat wurde erst einige Monate später im Februar 1919 durch General Oskar von Watter entmachtet.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Münster Sitz der Gauleitung des Gaus „Westfalen-Nord“ sowie der Ordnungspolizei, unter deren Leitung circa 200.000 „Ordnungskräfte“ am Massenmord an Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen und anderen Gruppen beteiligt waren. Eine herausragende Persönlichkeit des Widerstands gegen die Nationalsozialisten war Clemens August Graf von Galen, der durch seinen Kampf gegen die Willkür der Gestapo gegenüber katholischen Einrichtungen und das menschenverachtende Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten weit über die Grenzen der Stadt und des Bistums Münster bekannt wurde und den Beinamen Der Löwe von Münster erhielt. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs gehörte Münster zu den am stärksten zerstörten Städten Deutschlands. Etwa 91 % der Altstadt und 63 % der gesamten Stadt wurden durch britische Bombenangriffe im Rahmen der Moral-Bombing-Strategie zerstört.[24]Auf Drängen der Bevölkerung wurde anders als in vielen anderen deutschen Großstädten ein Teil der historischen Altstadt in den 1950er-Jahren ähnlich dem Vorkriegszustand wieder errichtet.

Am 18. Juni 1990 trafen sich Hans-Dietrich Genscher und Eduard Schewardnadse in Münster im historischen Rathaus, um die Zwei-plus-Vier-Gespräche vorzubereiten, die den Weg zur Wiedervereinigung ebneten. Dabei bereiteten die Münsteraner den Politikern auf dem Prinzipalmarkt einen stürmischen Empfang, der Schewardnadse sichtlich rührte.

Ende Juli 2014 kam es in Münster und Umgebung zu einer Unwetterlage mit den heftigsten Gewittern der vergangenen Jahre. Besonders am 28. und 29. Juli zogen gleich mehrere starke Gewitter nacheinander über dasselbe Gebiet hinweg. Die in Münster gefallenen Regenmengen stellten dabei ein Jahrhundertereignis dar. Von einer Station des Landesumweltamtes wurde eine Menge von 292 l/m² innerhalb von sieben Stunden gemeldet; sonst fallen im gesamten Juli durchschnittlich rund 69 l/m². Unzählige Straßen und Keller wurden überschwemmt, ein Mensch starb in seinem überfluteten Keller.[25] Die Stadt Münster rechnet mit einem Schaden von 15 bis 20 Millionen Euro alleine an städtischen Gebäuden und der Infrastruktur.[26]

Quelle: "Wikipedia"

Kultur & Nachtleben

Kultur & Nachtleben

Neben vielen historischen Gebäuden wird die Kultur der Stadt nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Studierenden (rund 49.000) geprägt, die eine lässige Atmosphäre entstehen lassen. Es gibt – in Relation zur Größe der Stadt – zahlreiche Cafés, Kneipen und Klubs. Dies gilt insbesondere für das Hansaviertel.

Auffällig sind die unzähligen Fahrräder, die sich nicht nur auf der innerstädtischen Promenade tummeln. Nach Angaben der Stadt kommen auf die 300.000 Einwohner der Stadt zirka 500.000 Fahrräder. Die 1770 durch Wilhelm Ferdinand Lipper angelegte Promenade ist eine nur für Radfahrer und Fußgänger freigegebene Ringstraße, die die gesamte Altstadt Münsters umgibt. Sie liegt zum großen Teil auf den ehemaligen Wallanlagen. Die Promenade ist circa 4,5 Kilometer lang und gilt als eine homogene städtebauliche Einheit.

Die ehemaligen Industriegebiete Am Hawerkamp und Hafen im Hansaviertel wurden umgewandelt und bieten neben Galerien und Gastronomie viel alternatives Leben.

Münster hatte sich in Kooperation mit Osnabrück als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2010 beworben. Von den drei Bewerber-Städten aus Nordrhein-Westfalen (EssenKöln, Münster) wurde Essen als Kandidat nominiert.

Architektur

Architektonisch gesehen ist Münster eine Stadt voller Widersprüche. Die Wahrnehmung wird geprägt von der Altstadt im Bereich des Prinzipalmarkts, während die Stadt bezogen auf ihre Gesamtfläche überwiegend im Stil der Nachkriegs- und Postmoderne bebaut ist. Das Erscheinungsbild der Innenstadt rund um den Prinzipalmarkt mit Arkadengang und Giebelhäusern ist seit dem 12. Jahrhundert fast vollständig erhalten geblieben, obwohl die einzelnen Gebäude selbst überwiegend zerstört und wiederaufgebaut wurden. Andererseits entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg vom Aussehen her entweder funktionelle oder moderne Gebäude in direkter Nachbarschaft. Deutlich wird dies am Beispiel des Krameramtshauses von 1589, neben dem 1993 das Glas-Beton-Bauwerk der Stadtbibliothek entstanden ist.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten (zum Beispiel DortmundFrankfurt am MainKassel) hat sich der Wiederaufbau der nahezu völlig zerstörten Innenstadt am alten Stadtbild orientiert. Im Bereich des Kuhviertels, des Aegidiiviertels, der Engelenschanze und des Schlossplatzes wurden Durchbrüche vorgenommen und neue Straßen geschaffen. Allerdings wurde der Promenadenring erhalten und im Bereich von Domplatz und Prinzipalmarkt die Straßen nicht verbreitert, so dass hier der mittelalterliche Stadtgrundriss weitgehend erhalten blieb, auch wenn die Bebauung größtenteils seit den 1950er Jahren entstand.

Außerhalb der Innenstadt dominieren in Münster Wohnhäuser in Backsteinbauweise, die immer häufiger von modernen Stahl- oder Glas-Bauten durchsetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist der Büroturm an der Hammer Straße/Einmündung Friedrich-Ebert-Straße, der 2002 fertiggestellt wurde.

Historische Architektur

In Münster finden sich zahlreiche architektonische Meisterwerke historischer Baukunst. An vorderster Stelle sei der Prinzipalmarktgenannt. Diese historische Kaufmannsstraße besteht aus einer Vielzahl aneinander gereihter Giebelhäuser mit einem durchgehenden Bogengang. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde er in Anlehnung an das historische Vorbild wieder aufgebaut. An den Prinzipalmarkt schließt sich eine der ältesten Marktstraßen Münsters an, der Roggenmarkt. Teil des Prinzipalmarktes ist das Wahrzeichen der Stadt, das historische Rathaus mit dem originalen „Friedenssaal“, in dem zwischen 1643 und 1648 die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden stattfanden und am 15. Mai 1648 der Friede von Münster geschlossen wurde. Als "Stätte des Westfälischen Friedens" wurde das Rathaus in Münster neben dem in Osnabrück Mitte 2015 von der Europäischen Kommission mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.

In Münster befinden sich zahlreiche Bauten von Johann Conrad Schlaun. Dazu gehören unter anderem das fürstbischöfliche Schloss für den damaligen Fürstbischof Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels (1767–1787), das Haus Rüschhaus (1753–1757), das Stadthaus (1767–1773) sowie der vielfach als sein Meisterwerk angesehene Erbdrostenhof (1755).

Die meisten der historischen Gebäude und Skulpturen wurden unter Verwendung von Baumberger Sandstein geschaffen.

Historische Bauten

Zusätzlich zu den historischen Bauwerken mit außergewöhnlicher Architektur gibt es noch weitere Bauwerke mit historischer Bedeutung in der Westfalenmetropole. Zu nennen ist unter anderem der Zwinger an der Promenade. Er wurde 1528 als Festungsbauwerk errichtet. Nach einem Umbau durch Johann Conrad Schlaun in den Jahren von 1732 bis 1734 wurde er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Gefängnis genutzt. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente der Zwinger seit 1938 als ein Kulturheim für die Hitlerjugend, bevor er 1944 zu einer Inhaftierungs-, Folter- und Hinrichtungsstätte der Gestapo umfunktioniert wurde. Mittlerweile dient das zwischen 1995 und 1997 komplett restaurierte Gebäude als Mahnmal und beherbergt die Arbeit „Das gegenläufige Konzert“ von Rebecca Horn. Mit dieser Arbeit, die zu den wenigen Werken der zeitgenössischen Kunst gehört, die sich mit einem ganz konkreten Ort auseinandersetzen, hatte die Künstlerin die Öffnung des bis dahin als Tabu behandelten und ummauerten Ortes erzwungen.

In der Königsstraße befindet sich der „Heereman’sche Hof“. Der Adelshof mit rückwärtigem Steinwerk von 1549 und Werksteinfassade am Vorderhaus von 1564 befand sich seit 1834 im Besitz der Freiherrn Heereman von Zuydtwyck. Der Entwurf stammt vermutlich von Hermann tom Ring. Die reichgegliederte, vom herkömmlichen Giebelhaus abweichende Schaufront, ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance in Münster. Über dem Mittelfenster im 1. Stockwerk ist ein Zitat aus der Vulgata „Post tenebras spero lucem“ (dt. „Nach der Finsternis, hoffe ich das Licht“) in die Fassadenoberfläche eingearbeitet. Nachdem ein Brand das Gebäude im Zweiten Weltkrieg beschädigte, wurde der Außenbau in alter Form wiederhergestellt. 1963 bezog das Verwaltungsgericht Münster das Anwesen. Seit 1984 ist dort eine Nebenstelle des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen untergebracht.

Ein weiteres sehenswertes historisches Bauwerk ist der Buddenturm am nördlichen Teil der Promenade. Der Turm ist ein Rest der ehemaligen Stadtbefestigung vor dem Jahre 1200. Nach dem Abriss der Stadtmauer gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde er 1878 zu einem Wasserturm umgebaut. Dazu wurde dem Turm ein Zinnenkranz aufgesetzt, hinter dem sich der Wasserbehälter befand. Nach 1945 wurde er restauriert und wieder mit der alten Form des Kegeldachs versehen. Zusammen mit dem Zwinger, zwei Wasserbären und den Überresten des „Neuwerk“ ist er eines der letzten noch erhaltenen Bauwerke der ehemaligen Stadtbefestigung.

Das 1589 erbaute „Krameramtshaus“ ist eines der ältesten Gildehäuser in Münster. Während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden 1648 waren hier die Gesandten der Niederländischen Generalstaaten einquartiert. Seit 1995 ist hier das „Haus der Niederlande“ untergebracht, ein in Deutschland einzigartiges akademisches Wissenschafts- und Kulturzentrum. Es befindet sich nördlich der Lambertikirche.

Moderne Architektur (Nachkriegsarchitektur)

Bei Besuchern der Stadt ist Münster vor allem für seine historische Architektur bekannt. Jedoch wurden in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Gebäude geschaffen, die das Attribut modern verdienen und interessante architektonische Leistungen darstellen. So ist als einer der ersten Theaterneubauten nach dem Zweiten Weltkrieg vom Architektenteam Deilmann, von Hausen, Rave und Ruhnau für die Städtischen Bühnen Münster 1954 eine ineinander geschachtelte Beton-/Glasblockkonstruktion entstanden. Von Deilmann stammt zudem das in den frühen siebziger Jahren auf dem ehemaligen Zoogelände errichtete Verwaltungsgebäude der nordrhein-westfälischen Landesbausparkasse.

Die von Architekturkritikern vielgerühmte Stadtbücherei von 1993 (Architekturbüro Bolles+Wilson), nahe der historischen Altstadt gelegen, stellt ebenfalls einen reizvollen Gegensatz zur klassischen „Münster-Architektur“ dar: Der Bau aus Backstein, Beton und Glas hat die Form eines Schiffes, das metallene Eingangsportal stammt aus einer Rostocker Werft.

Der Bau von Hochhäusern findet in Münster bis heute nur sehr zögerlich statt. Das Verwaltungsgebäude der LVM Versicherung erreicht eine Höhe von 70 m, die beiden Bettentürme der Universitätsklinik sind 62 m hoch, womit die Aufzählung aller Häuser mit mehr als 60 m Höhe bereits vollständig ist.

Münsters erstes Hochhaus ist das elfstöckige Iduna-Hochhaus am Servatiiplatz. Das Gebäude wurde von Friedrich Wilhelm Kraemer, Ernst Sieverts und Günter Pfennig in den Jahren 1960 und 1961 gebaut und steht unter Denkmalschutz.

In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts kamen Diskussionen über neue Hochhäuser in Münster auf. In den Jahren 2001 bis 2002 wurde der „Bürotower“ an der Hammer Straße als Glas- oder Metallkonstruktion inmitten eines Umfeldes von Backsteinhäusern gebaut. Kontrovers diskutiert wird in Münster ebenfalls der Entwurf eines Bürohochhauses in Münsters Norden an der Steinfurter Straße. Die Pläne des zunächst geplanten 60 m hohen, aus 18 Stockwerken bestehenden York-Towers wurden 2005 nach Bürgerprotesten auf eine Höhe von 50 m und 14 Stockwerke reduziert. Hauptkritikpunkt war insbesondere der negative Einfluss auf die historische Stadtsilhouette. Nach der ausbleibenden Kaufentscheidung des potenziellen Investors wurde das zwischenzeitlich als „T14“ neu geplante Hochhaus nicht realisiert. Im März 2007 bekundete die zeb/ Interesse an der Realisierung eines neuen Bürohochhauses an diesem Standort in Anlehnung an die ursprünglichen Pläne.[44] Fast schon sicher scheint dagegen jedoch der Neubau eines 20-stöckigen, insgesamt 66 m hohen Bürogebäudes im Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum im Zentrum Nord, das nach den Vorstellungen des Projektträgers unter anderem Büros sowie ein exklusives Hotel und Restaurant beherbergen soll. Das aufgrund der geplanten Architektur in Form eines Schmetterlings und daher „Butterfly“ genannte Projekt befindet sich in der letzten Genehmigungsphase.

Eine Übersicht über die höchsten Gebäude der Stadt findet sich in der Liste der höchsten Bauwerke in Münster (Westfalen).

Ebenfalls kontrovers diskutiert wird die Aufwertung des bislang als Parkplatz genutzten Schlossplatzes vor dem Schloss. Dazu war zunächst der Bau des „Kulturforum Westfalen“ geplant, bestehend aus einem Museum für Gegenwartskunst des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und einer Musikhalle. Kern dieser Diskussion war unter anderem, wie der auftretende Verlust von Parkplätzen hätte kompensiert und zugleich sichergestellt werden können, dass ausreichend Stellfläche vor dem Schloss für die Durchführung der dreimal jährlich stattfindenden Kirmes Send verblieben wäre. Mehrere unterschiedliche Konzepte wurden bereits diesbezüglich im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs eingereicht. Da die Frage der Finanzierung abschließend nicht geklärt werden konnte, sprach sich der Landschaftsverband Anfang Dezember 2006 gegen den Bau des Museums aus. Am Konzept der Musikhalle wurde unterdessen weiter festgehalten.[45]Nachdem der Rat der Stadt im Oktober 2007 seine finanzielle Unterstützung zugesagt hatte, sprachen sich am 27. April 2008 in einem Bürgerentscheid rund 70 % der Wähler gegen diese Unterstützung aus und stoppten den Bau der Musikhalle.

Der größte Neubau seit dem Zweiten Weltkrieg in der Innenstadt von Münster sind die Münster-Arkaden, ein Einkaufszentrum. Hier gab es Kontroversen um die Gestaltung in Kolonnadenform, die von einem Teil als sehr passend zu den Arkadengängen des Prinzipalmarktes bewertet wird, vom Anderen hingegen als „rechteckige Rundbögen“ verspottet wird.

Mehrfach ausgezeichnet ist das Quartier Hanse Carré/Stubengasse. Es wurde auf der letzten großen innerstädtischen Brachfläche gebaut, die viele Jahre als Parkplatz diente. Im Herbst 2009 wurde an dieser Stelle ein modernes Handels-, Dienstleistungs-, Wohn- und Gastronomiezentrum eröffnet, das seitdem als Herzstück einer dynamischen Entwicklung des Einzelhandelsstandorts Münster gilt. Aufgrund ihrer Lage und Attraktivität hat die Stubengasse einen Kreis von stark frequentierten Einkaufsstraßen um den historischen Stadtkern geschlossen – und somit einen Rundlauf etabliert. 2010, wenige Monate nach Fertigstellung, erhielt die Stubengasse von der „Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung“ den Deutschen Städtebaupreis. Im Oktober 2012 prämierte das Bundesministerium für Verkehr, Bau, Stadtentwicklung die Stubengasse mit dem Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur.

Als besondere architektonische Herausforderung ist der 2005 erstellte Neubau der Diözesanbibliothek im Überwasserviertel um die Überwasserkirche herum zu betrachten. Der Schweizer Architekt Max Dudler gestaltete insgesamt drei Bauten in Kubusform, die sich in die historische Architektur einfügen. Die nach dem Krieg auf dem zerbombten Grundstück erstellten Ergänzungsbauten und die bisher um das gesamte Gelände gezogene Mauer wurden abgerissen. Dabei entstand unter anderem ein Bibliotheksgang, der öffentlich zugänglich ist und einen neuen Blick auf die Überwasserkirche ermöglicht.

Das höchste Gebäude in Münster ist der Fernmeldeturm mit 229,5 Metern. Er steht im Süden des Stadtteils St. Mauritz, südlich der Wolbecker Straße in der Nähe der Bundesstraße 51.

Kirchen

Da die Kirchen das Stadtbild von Münster sehr prägen, bekam Münster schon früh die Bezeichnung „Nordisches Rom“. Als Fabio Chigi – der spätere Papst Alexander VII. – Mitte des 17. Jahrhunderts in Münster für die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden weilte, sagte er über die Stadt: „Bis in die Wolken erheben sich die spitzen Türme, von denen, für alle hörbar, melodisches Glockengeläut klingt.“[46]

Die zahlreichen Kirchen sind immer noch prägnant für die Skyline von Münster. Nicht umsonst lautet ein bekanntes, etwas selbstironisches Bonmot der Münsteraner über ihre Stadt: „Entweder es regnet oder die Glocken läuten – und wenn beides zusammenfällt, dann ist Sonntag.“

Die beiden wichtigsten Kirchen in Münster sind der St.-Paulus-Dom, dessen erster Bau bereits 805 begonnen wurde, und die Lambertikirche.

Der heutige Dom entstand in den Jahren von 1225 bis 1264 und wurde unter anderem nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund starker Zerstörung umgebaut. Beim Wiederaufbau in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts setzte der damalige Bischof Michael Keller gegen den Willen eines Großteils der Münsteraner und der Denkmalpflege durch, dass das architektonisch bedeutende „Westwerk“ (das Westportal des Doms zwischen den beiden Türmen) nicht wiedererrichtet und durch eine schlichte Sandsteinwand mit 16 kleinen, im Kreis angeordneten Fenstern ersetzt wurde. Sie werden oftmals als „Kellerfenster“ tituliert. Weithin sichtbar ist der Dom vor allem auf Grund seiner inzwischen grünen Kupferdächer.

Die Lambertikirche ist die von den Kaufleuten der Stadt finanzierte „Gegenkirche“ zum bischöflichen Dom. Die erste Kirchengründung ist um das Jahr 1000 nachweisbar, die heutige Kirche existiert seit 1375. Bekannt wurde die Kirche durch die Körbe am Turm, in denen die „Wiedertäufer“ nach ihrem Tod weithin sichtbar aufgehängt wurden. Die zwischenzeitlich restaurierten Originale der Körbe hängen noch immer dort, ergänzt durch die im Rahmen der Skulptur.Projekte des Jahres 1997 von Lothar Baumgarteninstallierten Drei Irrlichter als „Erscheinung von drei Seelen oder inneren Feuern, die keine Ruhe finden können“.

Der älteste Sakralbau Münsters ist die St.-Mauritz-Kirche. Das Stift wurde bereits Ende des 11. Jahrhunderts gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie zeitweilig die einzige benutzbare historische Kirche der Stadt.

Die Apostelkirche ist die erste rein gotische Kirche in Münster und die älteste evangelische Kirche der Stadt. Sie wurde 1270 als Klosterkirche des franziskanischen Minderbrüderordens erbaut. In preußischer Zeit wurde sie evangelische Garnisons- und Gemeindekirche. Zwischen 1590 und 1597 entstand die Petrikirche als erste Jesuitenkirche der „Rheinischen“ Ordensprovinz. Die Kapuzinerkirche der Pfarrgemeinde St. Ludgeri und Aegidii wurde zwischen 1724 und 1728 nach Plänen von Johann Conrad Schlaun erbaut und ist eine ehemalige Ordenskirche des Kapuzinerordens. Die St.-Joseph-Kirche von 1905 ist eine große Kirche im neugotischen Stil südlich der Innenstadt, die Heilig-Geist-Kirche(1926–29) im Geistviertel ist eines der wenigen bedeutenden Bauwerke der Stadt im Stil des Neuen Bauens.[47]

Eine der wenigen bekannten protestantischen Kirchen in Münster ist die Erlöser-Kirche, deren erster Bau um das Jahr 1900 geweiht wurde. Direkt nach der Zerstörung des ursprünglichen Gebäudes im Zweiten Weltkrieg erfolgte ein Neubau von Otto Bartning als so genannte Notkirche mit Industrieverglasung und Neonlicht. In dem Bau finden regelmäßig die Erlöserkonzerte statt.

Kultur

Aufgrund der Vielzahl an kulturellen Einrichtungen und Vereinen in Münster können diese im Rahmen dieses Artikels nicht alle aufgelistet werden. Es wird daher nur auf die wichtigsten und bekanntesten eingegangen. Ein komplettes Verzeichnis befindet sich jedoch auf der Webseite des Stadtnetzes Münster. Die Adresse befindet sich bei den Weblinks.

Theater

Das Theater Münster (ehemals: Städtische Bühnen Münster), mit Großem und Kleinem Haus, befindet sich nördlich der Altstadt an der Neubrückenstraße. Es bietet Vorstellungen aus den vier Sparten Musiktheater (OperOperetteMusical), Schauspiel, Tanztheater (Ballett) sowie Junges Theater Münster. Ergänzt wird das Programm durch die Produktionen der Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Gastspiele, Lesungen, Vorträge und Ausstellungen. Das Gebäude des Theaters Münster wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. 1955 wurde es wieder aufgebaut, womit es sich um den ersten Theaterneubau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg handelt. An das alte Gebäude erinnert noch eine erhaltene Ziegelwand im Innenhof des Theaters. Es fällt durch seine einzigartige, modern anmutende Architektur sofort ins Auge.

Am Kreativkai im Hafen liegt das Wolfgang Borchert Theater, das bundesweit älteste Privattheater, das 1956 als literarisch orientierte Avantgardebühne gegründet wurde. Der Spielplan des professionellen Theaters mit eigenem Ensemble umfasst eigenwillige Klassikerinszenierungen und moderne Dramatik, Musik- und Tanztheater. Unter der Intendanz von Meinhard Zanger erhielt das Theater im August 2006 seine zweite feste Spielstätte. Neben dem 100 Zuschauer fassenden Saal kann im WBT-Magazin, das Platz für 75 Zuschauer bietet, hinreichend experimentiert werden.

Das Theater im Pumpenhaus ist das erste Freie Theater Nordrhein-Westfalens und nicht weit vom Zentrum Nord entfernt. Das 1985 gegründete Theater firmiert seit 1999 unter der künstlerischen Leitung von Ludger Schnieder und ist eines der wichtigsten freien Produktionshäuser für Theater und Tanz in Deutschland. Es bietet Künstlern auf nationaler und internationaler Ebene Produktions- und Präsentationsbedingungen auf höchstem Niveau. In rund 240 Veranstaltungen pro Jahr changiert das Programm zwischen internationalen Tanz- und Theatergastspielen und dem Besten der lokalen freien Szene. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Produktionen für und mit Jugendlichen. Zahlreiche Produktionen werden im theatereigenen Probenzentrum Hoppengarten entwickelt. Als Koproduzent arbeitet das Theater im Pumpenhaus als intelligenter Dienstleister für die professionellen Tanz- und Theaterlabels der Stadt und initiiert und organisiert nationale und internationale Projekte und Festivals. Im Hansaviertel gelegen, bietet das Kammertheater „Der kleine Bühnenboden“ seit 1984 experimentellen Tanz, Pantomime, Drama und Figurentheater als Privattheater in Münster. Das Programm besteht dabei aus Eigenproduktionen und ausgesuchten Gastspielen. Das Besondere ist durch die bis zu 45 Zuschauerplätze die Nähe des Publikums zum theatralischen Geschehen. Einen anderen Ansatz verfolgt dagegen das „Theaterpädagogische Zentrum“ in Münster. Es bietet eine Vielzahl von Eigenproduktionen, wobei die Darsteller allesamt Schüler des Zentrums sind. Im „GOP-Varieté“ direkt gegenüber dem Hauptbahnhof werden moderne Varietéshows dargeboten.

Kinos

Münster gilt aufgrund seines hohen Anteils an Studenten als Kinostadt. So werden die erfolgreichsten Filme von bis zu 80.000 Besuchern gesehen, in Relation zum Bundesdurchschnitt erreicht Münster das 1,5- bis 6-Fache an Besuchern.

Das größte Kino in der Stadt ist das Cineplex, nahe dem Hafen gelegen, mit neun Sälen und 2761 Plätzen, das alle Blockbuster zeigt. Neben diesem Kino für den Massengeschmack existieren noch zwei Programmkinos, deren Programme regelmäßig preisgekrönt werden, das „Cinema“ mit „Kurbelkiste“ östlich und das „Schloßtheater“ nördlich der Innenstadt.

Vor Eröffnung des Cineplex im Jahre 2000 gab es noch fünf weitere Kinos, die auf Hollywood-Mainstream spezialisiert waren, und Schritt für Schritt bis Ende 2007 geschlossen wurden: Das „Roland-Theater“ und das „Metropolis“, beide direkt am Hauptbahnhof, das „Apollo-Theater“ und der „Fürstenhof“, beide an der Ludgeri-Kirche gelegen, und das „Stadt New York“, vormals „Schauburg“, an der Salzstraße. Im „Apollo-Theater“ hatte 1967 der in Münster gedrehte Film Alle Jahre wieder von Ulrich Schamoni seine Kinopremiere. Der Film gewann Bundesfilmpreise und einen Silbernen Bären auf der Berlinale 1967.

Musik

Für die musikalische Ausbildung steht an erster Stelle die 1919 als Konservatorium zusammen mit dem Sinfonieorchester Münster gegründete Westfälische Schule für Musik. Aus dieser wurde 1972 die Hochschule für Musik Detmold, Abt. Münster (heute eigenständiger Fachbereich der WWU) für den Teil der akademischen Ausbildung ausgegliedert. Die Westfälische Schule für Musik hat heute etwa 5.100 Schülerinnen und Schüler und rd. 170 Lehrkräfte.[48]

Orchester

Schon in der fürstbischöflichen Zeit hatte Münster ein Orchester, die Hofkapelle, in der z. B. die Familie Romberg wirkte. Von ihr wurden beispielsweise Werke des Münsteraner Komponisten Maximilian-Friedrich von Droste zu Hülshoff aufgeführt.

Das heutige Sinfonieorchester Münster, dessen Träger die Stadt Münster ist, hat seinen Sitz im Stadttheater. Regelmäßig veranstaltet das Orchester neben den dort stattfindenden Sinfoniekonzerten Konzerte im Rathaus und Erbdrostenhof sowie Kinderkonzerte. Daneben existieren mehrere Studentenorchester in Münster: Das Studentenorchester Münster, ein von den etwa 75 Mitgliedern (größtenteils Studenten) selbst organisiertes Sinfonieorchester, ist sowohl für seine mitunter ausgefallenen Konzertumsetzungen, wie zum Beispiel Einbindungen von Filmen oder Theaterszenen und ein sehr breit gefächertes Repertoire bekannt, wie für seine seit über zwanzig Jahren halbjährlich stattfindenden Kinderkonzerte. Das Junge Sinfonieorchester Münster ist ebenfalls ein von den etwa 70 Mitgliedern selbst organisiertes Studentenorchester, das ursprünglich aus dem Studentenorchester Münster hervorging.

Das collegium musicum instrumentale ist ein hauptsächlich aus Studenten und ehemaligen Studenten bestehendes Orchester des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität. Es bietet neben Repertoirestücken historisch interessante, unbekannte Werke, in denen seltene Instrumente zum Einsatz kommen. Die Alte Philharmonie Münster besteht aus ehemaligen Studenten, die aus den Studentenorchestern ausgeschieden sind. In ihrem Konzertprogramm werden moderne Musik des 20. Jahrhunderts mit klassischen und romantischen Werken kombiniert. Das Kammerorchester amici musici der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster setzt hingegen einen Schwerpunkt auf barocke Musik.

Chöre

Der Kammerchor Canticum novum ist ein Vokalensemble mit rund 30 Sängern, das sich vor allem der Pflege geistlicher A-cappella-Chormusik widmet. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 durch Michael Schmutte hat sich der Chor ein anspruchsvolles Repertoire von Werken der Renaissance bis zur Neuzeit erarbeitet und nimmt einen festen Platz im Kulturleben der Region ein. Beim achten Landeschorwettbewerb des Landesmusikrates Nordrhein-Westfalen vom 7. bis 8. November 2009 gewann canticum novum den ersten Platz in der Kategorie „Gemischter Chor bis 40 Mitglieder“. Beim neunten Landeschorwettbewerb vom 13. bis 14. Oktober 2013 verteidigte „canticum novum“ erfolgreich den ersten Platz.

In der Dommusik Münster engagieren sich als gemischter Erwachsenenchor der Domchor St. Paulus (in seiner heutigen Form gegründet 1947), der Mädchenchor am Dom zu Münster (gegründet 1992) und der Knabenchor, die Capella Ludgeriana (gegründet 2009).[49] Die Chöre der Dommusik gestalten in erster Linie die Liturgie im St.-Paulusdom und geben Konzerte inner- und außerhalb Münsters. Der Domchor St. Paulus ist Mitglied im Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland, Mädchenchor und Capella Ludgeriana in der Internationalen Vereinigung der Pueri Cantores. Als Probe- und Ausbildungsstätte der Chöre am Dom dient seit 2013 die Domsingschule Münster, die auf dem Gelände der Friedensschule Münster errichtet wurde.

Der Heinrich-Schütz-Chor Münster ist der Kirchenchor der evangelischen Erlöserkirchengemeinde Münster/Westfalen und zugleich ein überregional tätiger Konzertchor. Er existiert unter diesem Namen seit Anfang der 1960er Jahre. Konzertreisen führten den Heinrich-Schütz-Chor unter anderem nach EnglandFrankreich und in die Niederlande. In Münster gestaltet der Chor zwei bis drei größere Konzerte pro Jahr. Von 1992 bis 2010 leitete Winfried Berger das Ensemble und schulte es besonders in der historischen Aufführungspraxis. Zum 350-jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens 1998 hat der Chor die komplette Geistliche Chormusik von 1648 von Heinrich Schütz aufgenommen.

Der Kammerchor Münster ist 1997 aus dem Kammerchor der Musikhochschule Münster hervorgegangen, der 1975 vom Kirchenmusikdirektor und Dozent für Chorleitung Hermann Kreutz gegründet wurde. Auftritte beim Evangelischen Kirchentag in Leipzig 1997 waren der Schlusspunkt der Verbindung mit der Hochschule. Seitdem setzen rund 40 Sänger die intensive Probenarbeit mit Hermann Kreutz als freier Chor fort. Das Repertoire umfasst vorwiegend anspruchsvolle alte und neue geistliche Musik, die normalerweise in drei Konzertprogrammen pro Jahr zu Gehör gebracht werden. Hinzu kommen regelmäßige jährliche Konzertreisen ins Ausland.

Die Kantorei an der Apostelkirche besteht seit 1946. Sie feierte 2006 ihr 60-jähriges Jubiläum. Sie besteht aus der Kantorei (großer Chor) mit etwa 80 aktiven Mitgliedern, dem Figuralchor bestehend aus etwa 20 Mitgliedern und dem Kammerorchester.

Der Konzertchor Münster wurde 1816 als Chor des Musikvereins gegründet und umfasst 50 Sänger. Seit 1919 besteht eine Kooperation mit dem Sinfonieorchester Münster, dessen Generalmusikdirektor immer musikalischer Leiter des Chores ist. Der Schwerpunkt liegt auf großen Werken für Chor und Orchester, im Bedarfsfall ist der Chor in größere Opernproduktionen der Städtischen Bühnen eingebunden.

Der Universitätschor der Westfälischen Wilhelms-Universität bildet gemeinsam mit dem Studentischen Madrigalchor und dem Ensemble 22 das Collegium musicum vocale der Universität Münster. Der Madrigalchor wurde 1947 und der Universitätschor 1981 von der Universitätschormusikdirektorin Herma Kramm gegründet, die für Ihre jahrzehntelangen Verdienste um die Musik und die Völkerverständigung mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und der Ehrensenatorenwürde der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgezeichnet wurde. Das Collegium musicum vocale wird seit April 1998 von Ulrich Haspel geleitet. Das Repertoire umfasst große Chorwerke mit und ohne Orchester vom Barock bis zum 20. Jahrhundert.

Der Westfälische Kammerchor Münster wurde 1978 gegründet und musiziert seitdem unter der künstlerischen Leitung von Markus Föhrweißer. Der Chor, der sich aus Studierenden und Berufstätigen unterschiedlichster Bereiche zusammensetzt, pflegt ein umfangreiches Repertoire geistlicher und weltlicher A-cappella-Musik und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Erarbeitung anspruchsvoller Chorwerke des 19. und 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Konzerte in Münster und anderen Städten Deutschlands, regelmäßige Konzertreisen ins europäische Ausland und in die USA, Produktionen für den WDR sowie Auszeichnungen im Rahmen der Deutschen Chorwettbewerbe (unter anderem dritter Preis in Regensburg 1998) machten den Chor über die Region Westfalens hinaus bekannt und bestätigten zugleich sein hervorragendes Niveau.

Museen

Münster beherbergt mehrere Museen, die sich mit dem Thema Geschichte in der einen oder anderen Art und Weise auseinandersetzen. Dazu gehört das 1883 gegründete Archäologische Museum der Universität im Fürstenberghaus am Domplatz. Die Sammlung besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: Neben diversen Kleinkunst-Objekten aus der griechischen und römischen Antike und einer Abgusssammlung antiker Skulpturen werden dreidimensionale, großformatige Modelle verschiedener antiker griechischer Stätten und Heiligtümer ausgestellt. Besonders erwähnenswert ist, dass die ursprüngliche Ausstellung während des Zweiten Weltkriegs 1944 komplett zerstört wurde.

Einen ganz besonderen Blick zurück in die Vergangenheit ermöglicht das 1959/1960 eröffnete Mühlenhof-Freilichtmuseum in Sentrup in unmittelbarer Nähe zum Allwetterzoo Münster und dem Aasee. Hierbei handelt es sich um ein Museumsdorf, in dem das Leben in Westfalen im 17., 18. und 19. Jahrhundert mit über 30 Gebäuden darstellt wird. Bei diesen Gebäuden handelt es sich ausnahmslos um historische Bauten, die von ihren originalen Standplätzen in das Freilichtmuseum versetzt wurden. Ein sehr bekanntes Bauwerk ist die aus dem Emsland stammende Bockwindmühle aus dem Jahre 1748.

An der Salzstraße in der Einkaufspassage Salzhof nahe dem Servatiiplatz befindet sich das Stadtmuseum Münster. Das 1979 gegründete Museum zeigt in einer Dauerausstellung die Geschichte der Stadt Münster von den Anfängen 793 bis in die Gegenwart. Zusätzlich werden zeitlich limitierte Sonderausstellungen aus dem Themenkreis Münster gezeigt.

Ein weiteres sehenswertes Museum ist die Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring. Diese ehemalige Fabrikantenvilla war während der Zeit des Nationalsozialismus ab dem Jahre 1940 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis IV, von wo aus rund 40 Mitarbeiter den Einsatz von circa 200.000 so genannten „Ordnungskräften“ leiteten. Sie war maßgeblich am Massenmord von Juden, Sinti und Roma beteiligt. Nachdem in dieser Villa unter anderem von 1953 bis 1968 die Behörde für Wiedergutmachung ihren Sitz hatte, beherbergt sie seit 1999 eine Gedenkstätte zum Nationalsozialismus in Deutschland.

Kunst

Inmitten Münsters historischer Altstadt nahe der Rothenburg, umschlossen von den Münster-Arkaden, befindet sich in dem von 1784 bis 1788 nach den Plänen des Baumeisters Clemens August von Vagedes im Auftrag der Familie von Druffel errichteten Druffel’schen Hof das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster. Das Museum wurde von den westfälisch-lippischen Sparkassen, der WestLB, den Provinzial-Versicherungen sowie den Eheleuten Huizinga gestiftet. Die Sammlung umfasst Werke von Pablo Picasso aus mehreren Schöpfungsperioden. Es handelt sich hierbei insbesondere um Lithografiefolgen, den Stierkampf, Faune und Kentauren während seines Aufenthaltes in Antibes, Stillleben, Bilder nach Bildern sowie Maler und Modell.

An der Windhorststraße, direkt an der Promenade und in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, befindet sich das Museum für Lackkunst. Diese Einrichtung der BASF Coatings GmbH ist die weltweit einzige Einrichtung dieser Art. Sie beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Lackkunst aus Ostasien, Europa und der islamischen Welt mit rund 1000 Objekten aus mehr als 2000 Jahren.

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur am Domplatz zeigt bedeutende Kunstwerke vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Schwerpunkte der Ausstellung liegen auf romanischen und gotischen Monumentalskulpturen und der frühwestfälischen Tafelmalerei, auf der Kunst der Klassischen Moderne sowie der Gegenwart. Bekannt ist das Museum unter anderem für das Soester Antependium, Bilder von Conrad von Soest und die berühmten romanischen Glasfenster des Meisters Gerlachus aus der Sammlung des Freiherrn vom Stein. Die Renaissance ist vertreten durch die münstersche Malerfamilie tom Ring. Die großen Ereignisse der Geschichte in Westfalen, etwa die Zeit der Täufer und der Westfälische Friede, werden in der Sammlung ebenso lebendig wie die Kunst des Barock und der frühen Bürgerzeit. Die Epoche des Jugendstils wird durch die in Münster geborenen Künstler Bernhard Pankok und Melchior Lechter dokumentiert. Darüber hinaus werden umfangreiche Bestände des deutschen Impressionismus, unter anderem von Max Liebermann und Lovis Corinth, und des Expressionismus gezeigt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Werke der Künstlergruppen Brücke und Blauer Reiter. Insbesondere der aus Westfalen stammende Künstler August Macke ist mit umfangreichen Beständen vertreten. Seit 1977 veranstaltet das Museum im zehnjährlichen Rhythmus die Ausstellung Skulptur. Projekte, bei der zeitgenössische Künstler im gesamten Stadtgebiet ihre Werke ausstellen. Ein Großteil der Exponate des Museums ist eine Dauerleihgabe des Westfälischen Kunstvereins, einem bedeutenden Kunstverein und zugleich einem der ältesten in Deutschland, der zudem Mitbegründer des Museums ist. Neben der Sammlung von Kunstwerken aus dem westfälischen Raum aus unterschiedlichsten Epochen und der Organisation von Ausstellungen innerhalb und außerhalb des Museums verleiht er weiterhin einen Förderpreis an Nachwuchskünstler.

Im Hafengebiet der Stadt befindet sich seit 2004 die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster, kurz AZKM. Hier finden regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen zeitgenössischer Künstler statt. Ausgestellt werden etablierte Größen des Kunstgeschäfts sowie Nachwuchskünstler.

Seit 1919 ist die Freie Künstlergemeinschaft Schanze durch rege Ausstellungstätigkeit wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Münster. Die „Schanze“ vermittelt außerdem immer wieder Kontakte zu Künstlern im europäischen Ausland.

Südlich von Münster liegt das Kunsthaus Kannen, ein Kunstmuseum für Art brut beziehungsweise Outsider Art und zeitgenössische Kunst. Es beherbergt nach der „Sammlung Prinzhorn“ in Heidelbergeine der umfangreichsten deutschen Sammlungen von Outsider-Kunst im psychiatrischen Kontext. Die Sammlung umfasst rund 5000 Bilder und Objekte von lebenden und bereits verstorbenen Künstlern/Patienten. Zu den wichtigsten Künstlern des Kunsthauses zählt unter anderem Robert Burda, Preisträger des Euward 2004.

Weitere

Neben den bereits erwähnten Museen finden sich noch weitere, zahlreiche Ausstellungen in Münster. So werden in der „Domschatzkammer im St.-Paulus-Dom“ Objekte der Goldschmiede- und Textilkunst ausgestellt. Sie gilt als eine der bedeutendsten Schatzkammern Europas. Das Bibelmuseum der Universität an der Pferdegasse im Stadtzentrum zeigt anhand von Originalen die Geschichte der Bibel von den handschriftlichen Anfängen bis in die Gegenwart. Ebenfalls zur Universität gehört der Botanische Garten im Schlossgarten. Es handelt sich dabei sowohl um einen großzügig angelegten Park nahe der Innenstadt als auch um ein Forschungsobjekt. Zu den weiteren Museen der Universität gehören noch das Mineralogische Museum mit KristallenMineralien und Gesteinen auf einer Ausstellungsfläche von etwa 500 m², das Geologisch-Paläontologische Museum, in dem unter anderem ein Mammutskelett ausgestellt wird und das Archäologische Museum, das Kunstwerke der Antike zeigt.

Im Allwetterzoo befindet sich das Westfälische Pferdemuseum, das nur in Verbindung mit einem Zoobesuch besucht werden kann. Unmittelbar neben dem Zoo befindet sich das LWL-Museum für Naturkunde. Neben der Ausstellung über die Entwicklung Westfalens von der Mammutsteppe zur Agrarlandschaft werden hier die Überreste von Dinosauriern gezeigt, darunter das 16 Meter lange Skelett eines Tyrannosaurus Rex. Daran angeschlossen ist ein Planetarium, ausgestattet mit einem Zeiss-Planetariumsprojektor Modell Universarium VIII.

Erwähnenswert sind weiterhin das „Westpreußische Landesmuseum“ im Drostenhof im Stadtteil Wolbeck mit einer Dauerausstellung zur Geschichte, Kunst und Kultur Westpreußens, sowie das Lepramuseum im Stadtteil Kinderhaus mit Dokumentationsstelle zur Erforschung der Leprageschichte. Das Westfälische Eisenbahnmuseum in der Nähe der Halle Münsterland wurde mittlerweile geschlossen.

Siehe auch: Liste der Museen in Münster

Kunstereignisse

Seit 1977 findet im zehnjährlichen Rhythmus die Skulptur-Ausstellung Skulptur. Projekte statt, die vom Kunsthistoriker Klaus Bußmann und dem Kunstprofessor Kasper König initiiert wurde. Internationale Künstler werden dabei eingeladen, in situ zu arbeiten, das heißt spezifisch auf den gegebenen Kontext der Stadt und ihrer Umgebung in ihren Arbeiten einzugehen. Sie können sich Orte im gesamten Stadtgebiet aussuchen, wo ihre Skulpturen über einen Zeitraum von mehreren Monaten von den Münsteranern ebenso wie von einem internationalen Publikum angeschaut und erfahren werden können. Einige dieser Skulpturen sind im Besitz der Stadt, so dass seit 2004 über 60 von ihnen das Stadtbild prägen. Am bekanntesten sind wohl die Giant Pool Balls von Claes Oldenburg am Aasee.

Veranstaltungen

Zweimal wöchentlich findet am Mittwoch und Samstag auf dem Domplatz ein großer Wochenmarkt statt, auf dem Blumen, Lebensmittel, lebende Tiere, Wollwaren und vieles mehr gehandelt wird. Der Markt spielte seit jeher eine zentrale Rolle im Leben der Stadt, wie die Kiepenkerl-Statue beweist: Ein Marktbeschicker mit Kiepe auf dem Rücken.

Der Jahrmarkt Send (von: Synode) findet dreimal jährlich statt (als Frühjahrssend, Sommersend, und Herbstsend bezeichnet). Neben zahlreichen Fahrgeschäften findet sich dort ein Markt für Töpfe und andere Haushaltsgegenstände. Am Freitag wird vor dem Schloss ein großes Feuerwerk abgebrannt.

In Münster findet jedes Jahr am Rosenmontag ein großer Karnevalsumzug statt. Über 100.000 Zuschauer säumen hierbei die Straßen. Der Ruf der Jecken ist dabei Helau. Von den über 80 Wagen, die 2005 mitfuhren, kam jeder Vierte aus den Niederlanden, was den Einzugsbereich des Münsterschen Karnevalsumzugs deutlich macht. Zusätzlich marschieren rund 70 Fußgruppen mit. Der Zug startet am Schlossplatz und zieht über den Servatiiplatz und den Ludgeriplatz, anschließend über den Prinzipalmarkt zurück zum Schlossplatz.

Des Weiteren findet seit dem Jahr 2000 alljährlich im Frühling das Eurocityfest statt, eine zentrale Freiluftveranstaltung in Münsters Innenstadt. 2006 spielten beispielsweise über 70 Bands auf den acht Innenstadtbühnen. Im Rahmen dieses Stadtfestes hat sich seit 2002 das von der Gruppe 6-Zylinder ins Leben gerufeneA-cappella-Festival EuropaVokal etabliert, auf dem neben 6-Zylinder weitere renommierte europäische A-cappella-Gruppen auftreten. Seit dem Jahr 2006 findet alljährlich am Hawerkamp das Vainstream Rockfest statt, bei dem Bands aus den Bereichen MetalPunkHardcore-Punk und ähnlichen verwandten Stilrichtungen auftreten. 2009 fand das Festival erstmals an zwei Tagen statt und war mit etwa 16.000 Besuchern komplett ausverkauft.[55] Das Eurocityfest fand 2011 vorläufig zum letzten Mal statt.

Zumeist im Juni findet alljährlich seit 2001 beim und im Stadthafen ein Hafenfest statt.

Das JuWi-Fest ist ein seit 1975 im Juni veranstaltetes Open-Air-Musikfestival, das von Studenten der Westfälischen Wilhelms-Universität gegründet wurde.

Seit 1979 findet das Internationale Jazzfestival Münster statt – seit den 1990er Jahren alle zwei Jahre an ungeraden Jahren am ersten Wochenende im Januar.

Seit 1979 veranstaltet der Literaturverein Münster in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Münster im zweijährlichen Rhythmus das Internationale Lyrikertreffen Münster, in dessen Rahmen der Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie verliehen wird. In unregelmäßigem, mehrjährlichem Turnus verleiht die traditionsreiche Stadt des Westfälischen Friedens gemeinsam mit ihrer Universität den renommierten Historikerpreis der Stadt Münster an durch ihr Lebenswerk herausragende Geschichtswissenschaftler.

Alljährlich wird in Münster Anfang August das Turnier der Sieger durchgeführt, ein hochrangiges Reitturnier, das vom Westfälischen Reiterverein von 1835ausgetragen wird. Bei dem zeitweise zur Riders Tour gehörenden internationalen Turnier treten die Sieger der nationalen Reitturniere im Spring- und im Dressurreiten nochmals gegeneinander an.

Vom 4. bis 6. November 2005 fand in Münster erstmals der Elternalarm statt, ein Tag der offenen Tür an sämtlichen Hochschulen für die Eltern der 49.000 Studenten. Aufgrund der positiven Resonanz seitens der Eltern und Studenten sowie den Hochschulen findet diese Aktion seitdem alljährlich im November statt.

Zur Weihnachtszeit verwandelt sich Münsters Innenstadt in einen Weihnachtsmarkt, der Besucher aus dem gesamten Umland bis hinein in die Niederlande anzieht. Deshalb werden routinemäßig niederländische Polizisten nach Münster abgestellt, die mit deutschen Kollegen über die Plätze patrouillieren.[56] Die 250 bis 300 Stände verteilen sich auf insgesamt sieben Plätze. Auf dem Platz des Westfälischen Friedens findet hierbei der größte Markt mit etwa 120 Ständen statt. Die anderen drei „traditionellen“ Weihnachtsmärkte liegen nur wenige Gehminuten entfernt im Aegidiimarkt, an der Lambertikirche und an der Kiepenkerl-Figur. Dazu haben sich kleinere Märkte am Hauptbahnhof sowie zwischen dem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und Aegidiimarkt etabliert. Seit Weihnachten 2009 gibt es außerdem einen Markt vor der Überwasserkirche.

Zudem finden in Münster regelmäßig Tagungen und Kongresse mit zum Teil internationaler Beteiligung statt, vorwiegend im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.

Bekannte Musiker

Die wohl erfolgreichste Band aus Münster sind die aus Wolbeck stammenden H-Blockx, die seit 1994 Erfolge mit ihrer Crossover-Musik für sich verbuchen können. In den 1980er und 1990er Jahren sehr erfolgreich war die Band Alphaville, deren Debüt Big in Japan und vor allem die Single Forever Young die New Wave deutlich mitprägen konnte. Ebenfalls aus Münster stammt die erste deutschsprachige Skaband El Bosso & die Ping-Pongs. Aus dieser Band ging Dr. Ring-Ding hervor, der im Jahr 2000 mit den H-Blockx den Hit Ring of Fire sang.

Eine der führenden A-cappella-Gruppen in Deutschland sind die münsterschen 6-Zylinder, die seit 1983 existieren und 1989 den ersten in Deutschland erschienen A-cappella-Pop-Tonträger herausbrachten (Vokal Total). Zu den weiteren bekannten Bands gehören NeaeraHelrunarLong Distance CallingMisery SpeaksMuff Potter und Mr. Irish Bastard. Die Jazzmusikerin Marie Séférian wurde ebenfalls in Münster geboren.

Ebenfalls aus Münster stammen die Musical-Sängerin Ute Lemper, der Schlagersänger Roland Kaiser, der Entertainer Götz Alsmann sowie die Sängerin Tanita Tikaram. Der DJ West Bam wurde als Maximilian Lenz in Münster geboren. Steffi Stephan als Bassist in Udo Lindenbergs Panikorchester, Besitzer des Jovel, einer Diskothek, ist in Münster bekannt.

Parks und Grünanlagen

Innerhalb des Stadtgebietes von Münster sowie in der Peripherie gibt es mehrere Park- und Grünanlagen. Von besonderer Bedeutung für das Stadtzentrum sind dabei die Promenade sowie die ehemaligen Befestigungsanlagen, von denen einige nach deren Schleifung zu Grünanlagen umfunktioniert wurden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Aegidiischanze, die Engelenschanze, die Kreuzschanze, den Coerdeplatz sowie den Hörsterplatz. Daneben existieren noch diverse kleinere und größere Grünanlagen im Bereich der Promenade, die ebenfalls von der Bevölkerung zu Freizeit- und Erholungszwecken genutzt werden.

Eine im Vergleich zu den zentrumsnahen Anlagen relativ große Grünanlage befindet sich etwa 2 km nördlich des Stadtzentrums auf halber Strecke zum Stadtteil Kinderhaus mit dem 26 ha großen Wienburgpark. Der 1986/87 entstandene Park kombiniert die Funktion eines Stadtgartens mit der eines Naturschutzgebietes, allerdings ohne eines zu sein und die damit verbundenen Einschränkungen. Dennoch bietet er neben Lebensraum für viele Arten von Tieren und Pflanzen gleichzeitig Platz zum Entspannen für die Bevölkerung.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Innenstadt in direkter Nähe der St.-Joseph-Kirche an der Hammer Straße liegt der Südpark. Inmitten der zwischen 1975 und 1979 auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne und Gewerbefläche entstandenen Anlage befindet sich ein großes, flaches Wasserbecken, das im Sommer zur Abkühlung genutzt werden kann und für Kinder gefahrlos zugänglich ist. Weitere Sehenswürdigkeit im Park ist der versteckt gelegene Staudengarten sowie eine aus Fahrradteilen zusammengeschweißte Skulptur am Eingang des Parks. Neben mehreren Spielplätzen am Rand des Parks gibt es zusätzlich einen Bolzplatz sowie mehrere Ballspielflächen.

Unweit vom Südpark liegt der verwunschene Park Sentmaring im Geistviertel – ein Geheimtipp mit Grünflächen, über einhundert Jahre alten Bäumen mit Naturdenkmal-Status, einer Gräfte, einem Friedhof und einem früheren Teich. Der ehemalige Klostergarten der Jesuiten ist eingerahmt von der Prinz-Eugen-Straße, dem Wohngebiet Haus Sentmaring und der Weseler Straße. Mittlerweile gehört der Park der Stadt Münster.

Im Westen der Stadt liegen neben dem Botanischen Garten im Schlossgarten mit über 8.000 verschiedenen Pflanzenarten gleich mehrere Parkanlagen. Nördlich davon liegt auf der anderen Seite des Schlossgrabens der ehemalige Friedhof der Gemeinde Liebfrauen-Überwasser. Nachdem die Verstorbenen ab 1887 auf dem Zentralfriedhof bestattet wurden, übernahm das Grünflächenamt der Stadt 1926 den bis dahin vernachlässigten Friedhof und verwandelte ihn in einen Stadtpark. Aufgrund seiner ehemaligen Funktion befinden sich dort noch zahlreiche Denkmäler sowie Grabdenkmäler von Persönlichkeiten, die auf dem Gelände ihre letzte Ruhe gefunden haben. Darunter sind beispielsweise die der Generäle Heinrich Wilhelm von Horn und Ludwig Roth von Schreckenstein, die schlichte Urne des protestantischen Philosophen Johann Georg Hamann oder das Ehrenmal an die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges. Südlich des Botanischen Gartens befindet sich die Parkanlage auf dem Gelände des ehemaligen Zoos. Neben einigen Teichen und Überresten von Tiergehegen befinden sich hier die „Tuckesburg“, das ehemalige Wohnhaus vonHermann Landois, dem Gründer des Zoos, sowie das ehemalige Naturkundemuseum, in dem die städtische Musikschule untergebracht ist. Zusätzlich befinden sich im beziehungsweise in unmittelbarer Nähe des Parks die „Wasser-Plastik“ von Heinz Mack, die Bronzeskulptur „Wirbel“ von Henry Moore sowie weitere Skulpturen. Direkt an den Park schließen sich der in die Innenstadt hereinreichenden Aasee mit seinen weitläufigen Grünanlagen sowie der Zentralfriedhof an, der zum Entspannen und spazieren gehen sowie zur Andacht und zum Gedenken einlädt. Ganz auf der gegenüberliegenden Seite von Münster, bereits auf dem Gebiet der Stadt Telgte, befindet sich mit dem zur Stadt Münster gehörende Waldfriedhof Lauheide ein weitläufiger Waldfriedhof, der den Einwohnern zur Entspannung und als Rückzugsgebiet für bedrohte Tiere und Pflanzen dient.

Weitere Parks existieren östlich der Innenstadt im Erphoviertel mit dem ehemaligen „Hörster Friedhof“,[57] der wie der Liebfrauen-Überwasser-Friedhof[58] 1926 zu einer Parkanlage umgestaltet wurde, und dem Park des Vorsehungsklosters zwischen den Stadtteilen Coerde und Handorf. Mit dem Tiergarten im Stadtteil Wolbeck existiert ganz am östlichen Stadtrand von Münster ein Staatsforst, der von den Fürstbischöfen als Jagdrevier genutzt wurde und seit 2005 unter Naturschutz steht. Auf der Loddenheide, einem ehemaligen Flugplatz und Militäranlage, entstand ab Mitte der 1990er Jahre ein Gewerbegebiet mit einem integrierten „Friedenspark“, einer großzügig angelegten Parkanlage mit See, einem Kinderspielplatz sowie der „Friedenskapelle“. Inmitten des Parks befindet sich neben der Skulptur „Die alte Schießmauer“ eine am 7. Juni 1998 vom 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho gepflanzte Rosskastanie.

Freizeit

Als Naherholungsgebiete in Münster dienen mehrere ausgedehnte Grün- und Wasseranlagen. Eines davon ist der nahe dem Stadtzentrum gelegene Aasee, der zum Ausspannen auf den Uferwiesen und zum Joggen oder gemütlichen spazieren gehen einlädt. Segeln oder Tretbootfahren ist auf dem See möglich. Ein weiteres Naherholungsgebiet sind die Rieselfelder. Diese etwa 6 km nördlich des Stadtzentrums von Münster gelegene ehemalige Verrieselungsfläche für das Abwasser der Stadt beherbergt ein Europäisches Vogelschutz- sowie Naturschutzgebiet. Neben diesen beiden großen Naherholungsgebieten existiert mit dem Hiltruper See ein weiteres mit einer relativ großen Wasseranlage ganz im Süden der Stadt südlich des Dortmund-Ems-Kanals und des Stadtteils Hiltrup.

Für Familien interessant sind unter anderem der Allwetterzoo Münster und die sieben Hallen- sowie vier Freibäder der Stadt. Besonders Jugendliche benutzen im Sommer den Dortmund-Ems-Kanal als Schwimmbad, da am Aasee und am Hiltruper See Badeverbot herrscht. Von Ende August bis Ende Mai steht eine Eislaufhalle mit besonderen Events zur Verfügung.

Etwa 1000 Kneipen, Restaurants, Gasthöfe, Cafés und Biergärten existieren in Münster. Die urige Cavete im Kuhviertel ist das älteste reine Studentenlokal der Universitätsstadt und wurde bereits am 28. März 1959 eröffnet. Es verdankt seine Gründung einem Artikel im Semesterspiegel von 1956, in dem die Langweiligkeit und Spießigkeit Münsters beklagt wurde. Münster und das Münsterland sind für Radfahrer gut ausgebaut und ausgeschildert. Sehenswert ist insbesondere die 100-Schlösser-Route, die an vielen historischen Burgen und Schlössern vorbeiführt.

Ein besonderes Gebiet in Münster zum Ausgehen ist der Hawerkamp im Hansaviertel. In der Nähe vom Hafen gelegen, bietet er Jugendkultur in all seinen verschiedenen Farben. Am Hawerkamp hat sich eine für eine Stadt der Größe Münsters außergewöhnliche künstlerische und musikalische Szene etabliert, die jährlich über 120.000 Besucher anzieht. Neben den zahlreichen Musikevents in den einzelnen Clubs ist diese Besucherzahl unter anderem auf das jährlich stattfindende Hawerkamp-Festival und den offenen Ateliers der über 50 Künstler zurückzuführen. Bei der Bewerbung Münsters zur Kulturhauptstadt Europas 2010 war der Hawerkamp einer der kulturellen Schwerpunkte neben Prinzipalmarkt und Picasso-Museum. In einem bundesweit einzigartigen Projekt wird seit dem 1. Januar 2006 das alternativ geprägte Gelände durch den Verein Erhaltet den Hawerkamp e. V. eigenverantwortlich verwaltet. Im Hafen gibt es Kneipen und auf einzelne Musikrichtungen spezialisierte Clubs wie den Hot Jazz Club.

Sport

Deutschlandweit ist vor allem der Fußballverein Preußen Münster bekannt. Der größte Erfolg war die deutsche Vizemeisterschaft 1951 und die Gründungsmitgliedschaft in der Bundesliga (1963/64). Die Preußen tragen ihre Heimspiele im 1926 erbauten Preußenstadion am Berg Fidel aus und stiegen 2011 in die 3. Liga auf.

Überregional bekannt ist zudem der Volleyballverein USC Münster, dessen Damenmannschaft in der 1. Bundesliga spielt und deutscher Rekordmeister ist. Er trägt seine Spiele in der Halle am Berg Fidel aus.

Des Weiteren besitzt der Rudersport einen hohen Stellenwert in Münster. Mit dem ARC zu Münster, dem RV Münster sowie der ARV Westfalen Münster existieren drei Rudervereine, die allesamt ihren Sitz am Dortmund-Ems-Kanal haben. Aus diesen Vereinen nahmen Sportler an nationalen und internationalen Meisterschaften Teil und gewannen Medaillen. Beispiele hierfür sind der Olympia-Ruderer von 2004 Philipp Stüer, zwei Achter in der Ruderbundesliga, sowie die Juniorsportler der Rudervereine, die 2011 mehrere deutsche Sprintmeistertitel sowie obere Platzierungen bei den deutschen Jugendmeisterschaften gewinnen konnten.

Den Radsport vertritt mit dem Radsportverein Münster von 1895 e. V. einer der ältesten Sportvereine in Münster, dessen Vorläufer von A. Lilienbeck, Fr. Wagner und anderen als „Schwalbe 1895“ gegründet wurde. Heimrennen ist „66 mal rund um die Marktallee“ im Stadtteil Hiltrup. Schwerpunkte dieses Vereins sind neben dem Rennsport der Breitensport, die Jugendarbeit und Radball. Seit 1983 gibt es die Radsportfreunde Münster e. V., die vor allem den Breitensport betreiben. Anfang 2011 wurde außerdem der Radclub Münster e. V. gegründet.

Daneben gibt es noch den lokalen American-Football-Verein, die „Münster Mammuts“, die 1983 gegründet wurden und in der Verbandsliga NRW spielen. Erfolgreichster Basketballverein ist der ehemalige Bundesligist UBC Münster, dessen Herrenmannschaft seit der Saison 2009/10 in der 1. Regionalliga West spielt. Im Handballsport dominieren die Vereine „DJK Sparta Münster“ und „SC Westfalia Kinderhaus 1920 e. V.“ Die Herren von Sparta Münster spielen in der Landesliga, die Damen von SC Westfalia Kinderhaus 1920 e. V. in der Verbandsliga Westfalen. Die Laufsportfreunde Münster e. V. sind der größte Laufsportverein der Stadt. Der 1988 gegründete Verein organisiert im März den LSF Straßenlauf sowie den Internationalen Silvesterlauf. Das Allgemeine Bürgerschützen Corps der Stadt Münster von 1842 e. V. (ABC Münster) schießt mit der ersten Mannschaft in der Bundesliga des Deutschen Schützenbundes.

Die erste Tischtennismannschaft der „DJK Borussia 07 Münster“ spielte in der Saison 2005/2006 in der 2. Bundesliga, stieg jedoch am Ende der Saison in die Regionalliga ab. Seit der Saison 2008/2009 spielt die 1. Damenmannschaft in der Regionalliga. Der Verein war mehrere Jahre Ausrichter der „Enzborn Open“ (ehemals „Münsterland Meisterschaften“), einem der bundesweit größten Tischtennisturniere mit bis zu 1000 Startern. Im Schwimmsport war die SG Schwimmen Münster in der 1. Bundesliga erfolgreich.

Seit November 2004 kann in Münster Unihockey beim „UHC Münster“ gespielt werden. Der Verein spielt in der Saison 2007/2008 seine vierte Spielzeit in der Regionalliga West in Nordrhein-Westfalen. Dabei handelt es sich um eine Kleinfeld-Liga, bei der sich die beiden Erstplatzierten für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Eine große sportliche Veranstaltung in Münster ist der Münster-Marathon, der mit über 3000 Zielläufern zu den 50 größten Marathonläufen in der Bundesrepublik gehört [59]. Er wird seit 2002 jährlich im September ausgetragen. Seit 2006 ist Münster der Zielort des zur UCI Europe Tour gehörenden Eintagesradrennen Sparkassen Münsterland GIRO. Von 1981 bis 1998 fanden und wieder seit 2005 finden in Münster in der Halle Münsterland die Skateboard-Weltmeisterschaften statt, die Münster Monster Mastership. Die enge Verbindung zwischen den Skateboardsport und Münster begründet sich in Titus Dittmann, dem aus Münster stammenden, in der Szene bekannten Skateboardhersteller und Gründer der nach ihm benannten Titus Dittmann GmbH.

Für die Bevölkerung der Westfalenmetropole wird im Sommer im Zwei-Wochen-Rhythmus die Inline-Skating-Tour Skatenight veranstaltet, bei der bis zu 7000 Teilnehmer über abgesperrte Straßen rollen. Am Aasee befinden sich unter anderem die Clubhäuser des Segel-Clubs Münster und des Segelclubs Hansa Münster. Münster gilt zudem als Hochburg des Speckbrett-Spiels, was die vier entsprechenden Vereine und öffentliche Speckbrett-Plätze erklärt.

Eine große Tradition besitzt der Boxsport in Münster. Schon seit 1923 gibt es den Boxsportclub Münster 23. Zudem hat der Telekom Post SV 1930 Münster seit 2007 eine Boxsportabteilung und verfügt seit 2013 mit seinem modernen Boxzentrum am Schifffahrter Damm über einen NRW-Leistungsstützpunkt und einen Bundesstützpunkt Nachwuchs.

Eine weitere Kampfsportart, die in Münster betrieben wird ist das M-Kung-Fu. Der Sportverein Kampfkunst und Selbstverteidigung e. V. beherbergt das Kung Fu Center Münster, Hauptstelle des Deutschen Kung Fu Verbandes. Neben dem M-Kung-Fu existieren noch vier weitere Sportvereine, die Tang Lang Quan (Mantis-Kung-Fu) anbieten.

Beim größten Tanzsportverein in Münster, Die Residenz Münster e. V. gibt es neben Turniertanz und Tanz als Breitensport eine Rollstuhltanzgruppe.[60]

Quelle: "Wikipedia"


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