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Allgemein

Frankreich-Toulon sur Arroux/Burgund-Gruppenhaus-Defriche Toulon
05-33-5313

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Flexible

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Unterkunft

  • ab 20 Personen
  • Behindertenfreundlich
  • bis 30 Personen
Bettenplan

Provence

Provence

Die Provence [pʁɔˈvɑ̃ːs] (okzitan. ProvençaProuvènço) ist eine Landschaft im Südosten von Frankreich. Sie liegt am Mittelmeer zwischen Rhônetal und Italien. Im Norden liegt die Landschaft Dauphiné in der Region Rhône-Alpes.

Die größten Städte sind Marseille (851.000 Einwohner), Nizza (345.000), Toulon (166.000) und Aix-en-Provence (139.000). Weitere wichtige Städte sind Avignon (90.000 Einwohner),Arles (50.000), Orange (29.000) und Carpentras (28.000). Historische Hauptstadt ist Aix-en-Provence.

Die Départements Alpes-de-Haute-ProvenceVarVaucluse und Bouches-du-Rhône gehören zur historischen Region Provence. Zusammen mit den Départements Hautes-Alpes undAlpes-Maritimes bilden sie die heutige Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, deren Hauptstadt Marseille ist.

Die Provence erstreckt sich von der Rhône über die Provenzalischen Voralpen und dem küstennahen Massif des Maures bis in die Seealpen (Alpes Maritimes).

Quelle: „Wikipedia"

Geschichte

Geschichte Hellenisierung

Um 600 v. Chr. begann die systematische Kolonisation der Küste der Provence durch Griechen aus der kleinasiatischen Stadt Phokäa. Die Phokäer waren durch die Perser unter Druck geraten und hatten bei ihren Fahrten entlang der Mittelmeerküste das von der Natur geschaffene Hafenbecken der späteren Stadt Marseille entdeckt. Es gibt eine Sage, nach der der Keltenkönig Nann für seine Tochter Gyptis einen Mann suchte und seiner Tochter die freie Wahl ließ. Sie entschied sich für einen schönen griechischen Fremdling. Darauf sollen sie die Stadt Marseille, das damalige Massalia (später Massilia) gegründet haben. Diese Stadt erlebte einen enormen Bevölkerungszuwachs. Die Stadt begann sich langsam zu einer großen Handelsniederlassung zu entwickeln, die sogar mit den weit entfernten keltischen Stämmen im heutigen Norddeutschland Handel betrieb. Vor allem die gute Lage am Meer machte Massalia so erfolgreich. Entlang der Küste entstanden zahlreiche Stützpunkte und Tochtergründungen, unter ihnen Antipolis (Antibes), Nikäa (Nizza) und Glanon (St. Rémy, Glanum). Die Glanzzeit Massilias fiel in das 4. Jahrhundert v. Chr. Eine keltische Invasion im späten 2. Jahrhundert v. Chr. beendete dann die Epoche der weitgehend aggressionsfreien Koexistenz von Griechen und Ureinwohnern. Massilia geriet zunehmend unter Druck und war gezwungen seinen Verbündeten, Rom, um Hilfe zu bitten. Hiermit begann die Zeit der Romanisierung.

Romanisierung

Das Eindringen der Römer in die Provence hatte mehrere Hintergründe. Nachdem Rom begonnen hatte seinen Einfluss über Italien hinaus auszudehnen, musste es zwangsläufig zur Konfrontation mit der damals größten Handelsmacht, Karthago, kommen. Von 264–241 v. Chr. verlief der 1. Punische Krieg, der wegen des Streites um Sizilien entbrannte, wo die siegreichen Römer schließlich ihre erste Provinz gründeten. Die Allianz, die Rom mit dem südlich des Ebro gelegenen Sagunt schloss, löste den 2. Punischen Krieg aus (218–202), in dessen Verlauf sich Massalia als treuer Bündnispartner Roms auszeichnete. Die massiliotische Flotte besiegte bereits ein Jahr nach Kriegsausbruch die karthagische Seestreitmacht und deren Führer Himilcon. Hannibal selbst war bei seinem Zug von Spanien nach Italien gezwungen, das starke Massalia zu umgehen.

Als die Punischen Kriege schließlich beendet waren, wurden der Konsul Lucius Baebius und sein ihn begleitender Heereszug nahe Massalia überfallen und bis auf den letzten Mann vernichtet. Massalia geriet schon bald selbst unter massiven Druck. 181 v. Chr. rief man die Römer zur Hilfe. Es erfolgte zwar eine siegreiche Gegenwehr der Römer, jedoch mussten diese sechzig Jahre später erneut um Hilfe gebeten werden. Dem Hilferuf der Hafenstadt kam Rom diesmal mit mehreren rasch aufeinander folgenden militärischen Unternehmungen nach.

Als Konsul des Jahres 125 v. Chr. wurde Marcus Fulvius Flaccus vom Senat beauftragt, Massilia gegen die Plünderungen der Salluvier zu unterstützen. Flaccus nutzte den Auftrag, um große Teile des Landes zu erobern, und kehrte 123 v. Chr. mit einem Triumphzug nach Rom zurück.

Zwei Jahre später wurde die Provinz Gallia ulterior, das entferntere Gallien (das später nur noch Gallien hieß) im Gegensatz zu Gallia citerior, dem näheren Gallien in Norditalien (auchGallia cisalpina genannt) eingerichtet, die später in Gallia Narbonensis umbenannt wurde. Hauptstadt wurde erst Aquae Sextiae (Aix-en-Provence), später dann die 118 v. Chr. gegründeteColonia Narbo Martius (Narbonne). Darüber hinaus wurde die Via Domitia als Verlängerung der Via Aurelia angelegt, um Italien auf dem Landweg mit Spanien zu verbinden.

Die folgenden 100 Jahre mussten darauf verwandt werden, diesen neuen Besitz zu sichern. Bald kam ein weiterer Gegner auf die Römer zu: Die Germanenvölker der Kimbern undTeutonen, die den Rhein überschritten hatten und im Rhônetal südwärts vorrückten. Die Römer erlitten bei Arausio (Orange) im Herbst 105 v. Chr. eine Niederlage gegen die Kimbern. Erst in Spanien konnten sie aufgehalten werden. Die Teutonen fielen im Rhônedelta ein. Marius war es dort gelungen, eine gewaltige Streitmacht zusammenzuziehen, und er besiegte schließlich die Germanen 102 v. Chr. in einer entscheidenden Schlacht im Südosten von Aquae Sextiae. In den folgenden Jahren gab es wiederholt Aufstände der Gallier, die mit rücksichtsloser Härte niedergeschlagen wurden.

Im Jahre 58 v. Chr. begann Caesar seine Eroberungsfeldzüge in Gallien und die Narbonensis diente ihm als eine feste Ausgangsbasis. Mit der Niederschlagung der letzten großen nationalen Erhebung unter dem Arvenerfürst Vercingetorix (52 v. Chr.) war das Keltentum in Gallien endgültig besiegt. Caesar wandte sich nun gegen Pompeius, seinen einstigen Mitstreiter, der inzwischen in Rom zum Alleinherrscher – consul sine collega – hatte aufsteigen können. Massilia hatte sich in dieser Auseinandersetzung auf die Seite des späteren Verlierers, Pompeius, geschlagen. Fast ein halbes Jahr musste Caesar darauf verwenden, den Widerstand der unbotmäßigen Hafenstadt zu brechen. Schließlich wurde Massilia erobert und die massilianische Flotte vernichtet.

Mittelalter und Neuzeit

Nach fast 600 Jahren als römische Provinz wurde das Land 470/477 von den Westgoten erobert. 507 – nachdem die Franken die Westgoten in der Schlacht von Vouillé geschlagen hatten – übernahmen die Ostgoten die provincia; 536 dann, nachdem die Franken auch die Burgunden unterworfen hatten, wurde das Land für 320 Jahre fränkisch. 855 (Prümer Teilung) bis 879 bildete die Provence zusammen mit Südburgund ein selbständiges karolingisches Königreich unter Karl, danach ab 879 das Königreich Niederburgund, bis 933 mit der Hauptstadt Arles – daher auch die Bezeichnung Arelat. Zwischen 888 und 975 war allerdings Fraxinetum eine Basis des Islam in der Provence, Araber beherrschten und plünderten weite Teile Burgunds.

Von 934 an gehörte die Provence zum vereinigten Königreich Burgund, ab 1032 aufgrund eines sich realisierenden Erbvertrages zum Heiligen Römischen Reich, ohne jemals völlig integriert zu werden: 1365 erfolgte die Krönung Karls IV. in Arles, obwohl die tatsächlichen Herren längst andere waren.

Die Grafen von Arles hatten früh die faktische Macht in der Provence ergriffen, galten Ende des 10. Jahrhunderts bereits als Grafen der Provence, teilten sich aber sehr schnell in zwei Linien, denn im Jahr 1112 heirateten die beiden Töchter des Grafen jeweils zum einen den Grafen von Toulouse und zum anderen den Grafen von Barcelona. Ein Konflikt darüber, welcher der beiden Fürsten nun wahrer Erbe der Provence sei, wurde 1125 beigelegt indem die südliche Provence geteilt wurde. Toulouse erhielt die Gebiete nördlich der Durance alsMarkgrafschaft Provence und Barcelona die südliche Provence.

Nach dem Tod der kinderlosen Gräfin Dulcia II. ging die Erbfolge 1167 an ihren nächsten Verwandten König Alfons II. von Aragon über, damit wurde die Grafschaft Provence nun Teil des aragonesischen Länderkomplexes. Durch die Heirat der letzten aragonesischen Gräfin Beatrix mit Karl I. von Neapel fiel nach dem Tode der Gräfin 1267 die Grafschaft an das Haus Anjou, das bereits 1246 den südlich gelegenen Teil gewinnen konnte.

1382 wurde durch Testament die Grafschaft an das Jüngeres Haus Anjou übergeben, das bis 1481 regierte. Nach dem Tode Karl III. fiel ebenfalls durch Testament die gesamte Grafschaft an den französischen König Ludwig XI. Dadurch schied die Grafschaft Provence endgültig auch aus dem Heiligen Römischen Reich aus. Die Regenten dieser Zeit waren drei Grafen von Provence, die gleichzeitig auch Könige von Neapel waren:

·         Karl von Anjou, der verhinderte, dass sich die Staufer erneut in Süditalien etablierten,

·         Johanna I., die ihren Ehemann ermorden ließ und im folgenden Kirchenprozess freigesprochen wurde, nachdem sie dem Papst die Stadt Avignon verkauft hatte,

·         René, Herzog von Lothringen und Graf von Provence, le bon roi René des provenzalischen Volkstums und einer der wichtigsten Förderer der Troubadoure

Das Land nördlich der Durance wurde zur – seit 1053 bereits bestehenden – Grafschaft Forcalquier, die 1209 wieder durch Erbschaft an die Provence zurückfiel. Im Westen schließlich, um Avignon, entstand die Markgrafschaft Provence, die als Erbe der älteren Linie seit längerem in der Hand der Grafen von Toulouse war und im Zusammenhang mit den Kreuzzügen gegen die Ketzer 1274 unter die Herrschaft des (seit 1309 dann in Avignon residierenden) Papstes geriet. Dieser päpstliche Machtbereich schrumpfte im Lauf der Jahre immer mehr, im Norden spaltete sich das Fürstentum Orange ab, das 1713 von Frankreich annektiert wurde, bis der verbliebene Rest, die Grafschaft Venaissin, 1791 im Zuge der Französischen Revolution ebenfalls übernommen wurde.

1498 wurde der zu diesem Zeitpunkt zu Frankreich gehörende Teil der Provence in die Domaine royal eingefügt, ab 1660 das Gebiet wie eine Provinz verwaltet und 1789 im Zuge der Französischen Revolution in Départementsaufgeteilt.

Lediglich die in den Meeralpen (auch Seealpen genannt) gelegenen Teile der Provence, die sich im Laufe der Zeit selbstständig gemacht hatten (zum Beispiel die Grafschaft Nizza und das Fürstentum Monaco), verblieben beimHeiligen Römischen Reich, und kamen zum Teil erst später zu Frankreich – die Grafschaft Nizza (die ab 1388 von der Grafschaft Savoyen annektiert wurde) endgültig erst 1860, das Territorium von Tende, La Brigue und Isola erst im Jahre 1947. So ging auch nach fast sieben Jahrhunderten das „Schisma“ der Provence zu Ende.

Verstärkt fuhren Mitte des 19. Jahrhunderts englische Aristokraten aus dem regenverhangenen Norden in das gelobte Land, „wo die Zitronen blühen“, um in dem milden Klima den Winter zu verbringen. Niemand ahnte, dass dies die ersten Vorboten einer neuen „Völkerwanderung“ waren. Schon bald entstanden ganze Villenviertel, tropische Pflanzen wurden akklimatisiert und weitläufige Gärten angelegt.

1887 publizierte Stéphen Liégeard ein Buch mit dem Titel „La Côte d’Azur“. In wenigen Jahren setzte sich dieser Name für den Küstensaum zwischen Hyères und Menton im allgemeinen Sprachgebrauch durch.

Quelle: „Wikipedia"


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